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Sprüche des Sportjahres 2005 : „Ich will nie den Kakao trinken, durch den ich gezogen wurde“

  • Aktualisiert am

Lautsprecher Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Von der „gefühlten deutschen Meisterschaft“, dem Erfolg der „Roastbeefs“, den wackelnden Zähnen in Kaiserslautern, Regenurlaub in Finnland und Rasenmähen in Bremerhaven - die Sprüche des Sportjahres 2005.

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          Von der „gefühlten deutschen Meisterschaft“, dem Erfolg der „Roastbeefs“, den wackelnden Zähnen in Kaiserslautern, Regenurlaub in Finnland und Rasenmähen in Bremerhaven - die Sprüche des Sportjahres 2005.

          „Das ist ärgerlich, aber kein Beinbruch.“
          (VfB-Trainer Matthias Sammer über den Ausfall von Nationalspieler Philipp Lahm, der sich einen Bruch im rechten Fuß zugezogen hatte)

          „Dem grundsätzlichen Wesen des Sports ist kapital in den Hintern getreten worden.“
          (Nationaltorwart Oliver Kahn zu den Manipulationen durch Schiedsrichter Robert Hoyzer)

          „Man könnte sagen, daß bei uns daheim im Skischulrennen mehr Stimmung ist.“
          (Österreichs Ski-Star Hermann Maier über die WM-Atmosphäre in Bormio)

          „Christian Neureuther kenne ich nicht, der soll beim Fußball bleiben.“
          (Maier über den früheren deutschen Ski-Star, der gesagt hatte, Maiers Zeit sei vorbei)

          „In so eine Bude gehe ich im Leben nicht rein. Die haben ja alle eine Knarre dabei.“
          (Schiedsrichter Jürgen Jansen auf die Frage, ob er Wettbüros besucht)

          „Ich habe die Rote Karte gegen Mpenza gegeben, weil er zwei Mal Arschloch zu mir gesagt hat - das kam mir sehr gelegen, war aber gerechtfertigt.“
          (Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer in einem Vernehmungsprotokoll)

          „Ich muß ja irgendwann mal anfangen, wie ein normaler Mensch zu leben.“
          (Der dreifache Rodel-Olympiasieger Georg Hackl mit Blick auf seine letzte Olympia-Teilnahme in Turin)

          „Wir sind immerhin gleichauf mit der Schweiz, aber leider auch mit Mexiko und Senegal.“
          (Herren-Cheftrainer Werner Margreiter zur medaillenlosen Bilanz der deutschen Skirennläufer vor der letzten WM-Entscheidung)

          „Großen Druck habe ich nur morgens, wenn ich aufstehe. Dann gehe ich auf die Toilette.“
          (Skilangläufer Axel Teichmann auf die Frage, ob er vor der Heim-WM in Oberstdorf besonderen Druck verspürt)

          „Jeden Morgen, wenn ich aufwache, hat sich wieder ein neuer Profilneurotiker zu Wort gemeldet, der meint, etwas über den BVB sagen zu müssen.“
          (Borussia Dortmunds Manager Michael Meier zur Strafanzeige eines Münchner Rechtsanwaltbüros wegen Kursmanipulation)

          „Der Trainer hat in der Halbzeit gesagt, wir müssen vorsichtig sein, sonst kriegen wir sechs Tore - er hat fast Recht gehabt.“
          (Werder Bremens Valerien Ismael nach dem 2:7 in der Champions League bei Olympique Lyon)

          „Ich möchte 100 Jahre alt werden. So werde ich nicht mal 60.“
          (Wolfsburgs Trainer Erik Gerets nach dem 1:5 in Bochum)

          „Das ist, als ob Bon Jovi ein Konzert gibt und die Gitarre ist nicht ordentlich gestimmt.“
          (Kritik von Tischtennis-Profi Timo Boll an Tischen und Bällen bei der EM in Aarhus)

          „Man soll nie nie sagen. Hans Meyer wollte auch Rosen züchten, drei Monate später saß er bei Hertha auf der Bank.“
          (Horst Köppel zu seiner Zukunft als Trainer in Mönchengladbach)

          „Ich will nie den Kakao trinken, durch den ich gezogen worden bin.“
          (Der beim HSV Hamburg entlassene Handball-Trainer Bob Hanning)

          „Das ist eine gefühlte deutsche Meisterschaft.“
          (Trainer Jürgen Klopp von Mainz 05 nach dem Klassenverbleib)

          „Nehmt wenigstens die Deutschen mit!“
          (Spruchband österreichischer Fans bei der Eishockey-WM in Innsbruck, bei der die Gastgeber ebenso abstiegen wie die deutsche Mannschaft)

          „Guten Tag. Ich schon wieder da.“
          (Giovanni Trapattoni bei seiner Vorstellung als Trainer des VfB Stuttgart)

          „Ich dachte, wir hätten ein Dach.“
          (Eintracht Frankfurts Präsident Peter Fischer zum Dachschaden an der neuen Commerzbank-Arena beim Confederations-Cup-Finale)

          „Ich spring halt nicht mehr in die Kiste.“
          (Die zweimalige Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler bei ihrer Verabschiedung aus der Leichtathletik-Nationalmannschaft)

          „Scheiße, es sind die Roastbeefs.“
          (Kommentar eines Cafe-Besuchers in Paris nach der Wahl Londons zum Ausrichter der Olympischen Spiele 2012)

          „Ich weiß nicht, was Uefa-Cup-Feeling ist. Ist das so etwas wie Sodbrennen?“
          (Trainer Jürgen Klopp auf die Frage, ob er beim nächsten Europapokalspiel von Mainz 05 ein Uefa-Cup-Gefühl habe)

          „Beim HSV war ich in drei Wochen häufiger im Wald als in den 22 Jahren zuvor.“
          (Der niederländische Nationalspieler Rafael van der Vaart über das Konditionstraining beim Hamburger SV)

          „Die anderen haben keinen Respekt vor dem Alter.“
          (Der fünffache Diskus-Weltmeister Lars Riedel nach seinem neunten WM- Platz in Helsinki)

          „Es sieht so aus, als wäre ich für einen verregneten Urlaub nach Finnland gekommen.“
          (Der amerikanische Sprinter Maurice Greene, der als Schlußläufer der Staffel nach einem verpatzten Wechsel nicht zum WM-Einsatz kam)

          „Wenn ich gewußt hätte, daß es in Bremerhaven keinen Rasenmäher gibt, hätte ich einen mitgebracht.“
          (Schalke-Trainer Ralf Rangnick zum sieben Zentimeter hohen Rasen beim Pokalspiel im Bremerhavener Nordseestadion)

          „Man muß sich fragen, ob manche ihr Double geschickt haben.“
          (Rangnick zur Leistung seiner Mannschaft beim 1:1 in Nürnberg)

          „Ich hab's geschafft. Ich hab's überlebt. Jetzt kann ich mich in Ruhe auf den 70. vorbereiten.“ (Bayern-Präsident Franz Beckenbauer zum Abschluß der Feierlichkeiten zu seinem 60. Geburtstag)

          „Ehrenpräsident? Das sind doch die, die in der Kuhle liegen.“
          (Schalke-Manager Rudi Assauer zu seiner möglichen späteren Funktion im Verein)

          „In Kaiserslautern wackeln die Zähne, aber nicht der Trainerstuhl.“
          (FCK-Vereinschef Rene C. Jäggi im Oktober zur Trainerfrage)

          „Auf Grund von Wartungsarbeiten ist Hannover96.de zur Zeit nicht verfügbar. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“
          (Hinweis auf der Homepage von Hannover 96 am Tag der Entlassung von Trainer Ewald Lienen)

          „In der Schule wäre ich über eine 2+ sehr froh gewesen. Alles, was Richtung 1 geht, riecht nach Strebertum.“
          (Franz Beckenbauer zur Benotung der Arbeit des WM- Organisationskomitees durch Fifa-Präsident Joseph Blatter)

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