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Reaktionen zum Achtelfinale : „In unserer Verfassung brauchen wir niemanden zu fürchten“

  • Aktualisiert am

Klinsmann: „Wir sind begeistert von der Mannschaft” Bild: dpa

Franz Beckenbauer hat „selten eine so starke deutsche Mannschaft gesehen“, Berti Vogts fand das „Resultat für die Schweden noch schmeichelhaft“ und Jürgen Klinsmann ist der nächste Gegner „egal“. Stimmen zum deutschen Sieg im Achtelfinale.

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          Reaktionen zum 2:0-Sieg der deutschen Mannschaft im WM-Achtelfinale gegen Schweden:

          Jürgen Klinsmann: „Es konnte heute nicht besser laufen für uns. Wir sind begeistert von der Mannschaft, wie sie sich reingespielt und top funktioniert hat. Wir waren sehr gut vorbereitet auf das Spiel und hatten großen Respekt vor dem schwedischen Sturmtrio. Die zwei frühen Tore und der Platzverweis haben uns sicherlich geholfen, aber Schweden hat sich gut verkauft. Der Gegner im Viertelfinale, ob Mexiko oder Argentinien, ist uns egal, beides sind starke Teams, gegen die wir beim Confederations Cup im vergangenen Jahr schon gespielt haben.“

          Franz Beckenbauer: „Ich habe selten eine so starke deutsche Mannschaft gesehen, vor allem in der ersten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit hatte man einen Mann mehr, da schlich sich hier und da ein Leichtsinnsfehler ein. Aber unter dem Strich hat die Mannschaft eine hervorragende Leistung geliefert und ist verdient weiter gekommen.“

          Michael Ballack: „Die Mannschaft war hochkonzentriert, hat sich wieder gesteigert und vor allem in der ersten Halbzeit sensationell gespielt. Daß wir souverän gewonnen haben, steht über allem. Jetzt ist es fast egal, auf wen wir treffen. In unserer Verfassung brauchen wir niemanden zu fürchten.“

          Olof Mellberg (Schwedischer Mannschaftskapitän): „Die Deutschen spielten unheimlich gut, das muß man anerkennen. Wir hatten einen schlechten Start wie gegen England und sind nie zurück ins Match gekommen. Unsere Elf konnte nie wieder vom Boden aufstehen.“

          Horst Köhler (Bundespräsident): „Das war das beste Spiel im Verlauf des Turniers. Der Weg nach Berlin scheint möglich.“

          Henrik Larsson (Schwedischer Nationalspieler): „Wir haben nie aufgegeben, aber wir haben viel zu schlecht verteidigt. Mein Elfmeter war eine Katastrophe.“

          Lukas Podolski: „Die zwei frühen Tore haben uns Selbstvertrauen gegeben. Der Sieg war völlig verdient. Seit wir in Sardinien die Vorbereitung begonnen haben, sind wir als Team gewachsen. Die Stimmung steigt, das merkt man in der Mannschaft. Ich habe meinen Teil zum Sieg beigetragen, aber dafür bin ich als Stürmer auch da. Alles ist möglich. Das war heute der erste Schritt, es sind aber noch drei zu machen.“

          Miroslav Klose: „Wir sind das Spiel konzentriert angegangen, hatten Respekt, aber keine Angst, denn wir spielen zu Hause. Wir wußten, wenn wir unser Spiel durchziehen, wird es Schweden schwer haben. Lukas Podolski hatte es am Anfang schwer, aber nach seinem Tor in Berlin wußte ich, daß die WM für ihn jetzt los geht.“

          Lars Lagerbäck (Trainer Schweden): „Wir haben den Deutschen zwei leichte Tore geschenkt. Nach dem Platzverweis mußten wir mit zehn Mann gegen sie spielen, das ist immer sehr schwierig. Über den Schiedsrichter will ich nicht so viel sagen, aber er hat in einigen Situationen keine glückliche Entscheidung gefällt.“

          Oliver Bierhoff: „Wir haben Schweden gerade in der Anfangsphase fast überrollt. Wir hätten versuchen können, das dritte Tor zu machen und damit den Sack zuzumachen. Jetzt spielen wir in Berlin und darauf freuen wir uns.“

          Rudi Völler (Ex-Teamchef): „Es war eine überragende erste Halbzeit. Der Sieg ist mehr als verdient. Egal wer kommt, mit der Leistung in der ersten Halbzeit kann man alles erreichen. So ist alles möglich.“

          Berti Vogts (Ex-Bundestrainer): „In den letzten fünf, sechs Jahren gab es keine Mannschaft, die so gut gespielt hat wie unsere heute in den ersten 45 Minuten. Das Resultat für die Schweden ist noch schmeichelhaft. Es hätte auch 5:0, 6:0 stehen können. Ich habe von Anfang an gesagt, daß die Mannschaft von 80 Millionen Fans getragen wird und ich ihr einiges zutraue.“

          Matthias Sammer (DFB-Sportdirektor): „Das muß man im Moment genießen. Die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, ist fantastisch. Ich habe vor dem Spiel 2:0 für Deutschland getippt und gesagt, heute Abend kommt Mexiko weiter. Ich bin begeistert.“

          Angela Merkel (Bundeskanzlerin): „Meine Erwartungen haben sich unglaublich erfüllt. Diese Mannschaft glaubt an sich selbst. Die kann noch eine ganze Menge erreichen. Und ich glaube auch daran.“

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