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Sicherheit : Geldstrafe für Stadionflitzer

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Über tausend Euro muß der junge Kroate bezahlen Bild: dpa

Der Flitzer von Berlin muß über tausend Euro Geldstrafe und „Bearbeitungsgebühren“ für seinen Lauf durch das Olympiastadion beim Spiel Brasilien gegen Kroatien zahlen. Auch bei der Partie Tunesien gegen Saudi Arabien gelangte ein Fan auf den Rasen.

          Der kroatische WM-Flitzer vom Berliner Olympiastadion ist zu einer Geldstrafe von 140 Euro verurteilt worden. Die Verurteilung wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs in dem beschleunigten Verfahren ist rechtskräftig, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, am Mittwoch.

          Das WM-Organisationskomitee (OK) will zusätzlich „Bearbeitungsgebühren“ von 1.000 Euro sowie eine ungenannte Summe für den Einsatz der Ordner im Stadion von dem 20jährigen erheben. Der Mann war beim Spiel Brasilien gegen Kroatien am Dienstag abend an allen Ordnern vorbei auf das Spielfeld gerannt. Auch beim Spiel Tunesien gegen Saudi Arabien rannte ein junger Mann kurz vor dem Wiederanpfiff zur zweiten Hälfte über den Platz.

          Flitzer muß Deutschland nicht verlassen

          Der Kroate, der als WM-Tourist nach Berlin gekommen war, sei mit „deutlich über ein Promille“ erheblich alkoholisiert gewesen, sagte der Sprecher. Er soll auch einen Ordner, der ihn aufhalten wollte, leicht getreten haben.

          In München: Keiner konnte ihn aufhalten

          Nachdem ein Spieler der Kroaten den Fan Sicherheitskräften übergeben hatte, wurde der Mann in Polizeigewahrsam genommen. Nach der Verurteilung wurde er entlassen. Laut Staatsanwaltschaft muß er Deutschland nicht verlassen.

          Nach Angaben des OK wird gegen den ersten Stadionflitzer bei der Fußball-WM nun ein Zutrittsverbot für alle zwölf Arenen während der WM verhängt. Dies sei kein Kavaliersdelikt, hieß es. Vor der WM hatte das OK empfindliche Strafen für Flitzer angedroht.

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