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Fröhliche Feste fast überall : Die Deutschland-Party geht weiter

  • Aktualisiert am

„Und dann die Hände zum Himmel...!” Bild: dpa

Millionen feiern ausgelassen die Auftritte der deutschen Nationalelf. Bei Fanfesten, Public-Viewing-Veranstaltungen, Privatpartys oder zahllosen Autokorsos überall in der Republik herrscht überschäumende Stimmung.

          2 Min.

          Das Party-Fieber steigt von Spiel zu Spiel: Millionen feierten am Wochenende ausgelassen den Einzug der deutschen Nationalelf in das Viertelfinale. Bei Fanfesten, Public-Viewing-Veranstaltungen, Privatpartys oder zahllosen Autokorsos überall in der Republik herrschte nach dem 2:0-Sieg gegen Schweden überschäumende Stimmung. Bereits seit 14 Tagen befindet sich das Land im schwarz-rot-goldenen Ausnahmezustand.

          Allein in Berlin kamen am Samstag rund eine Million Menschen auf der Fan-Meile zusammen - so viel wie noch nie seit Beginn des Turniers. In Stuttgart überschatteten indes Ausschreitungen das fröhliche Treiben. Rund 500 Personen wurden in Gewahrsam genommen (Siehe auch: Randale von Fußballfans in Stuttgart).

          „Die Leute nehmen Rücksicht aufeinander“

          Die Zugänge zu Deutschlands größtem WM-Fest in Berlin mußten - wie in vielen anderen Großstädten - schon vor Beginn des ersten WM-Achtelfinales zeitweise geschlossen werden. Auch Zusatzleinwände und erweiterte Partyflächen reichen für den Ansturm der Fans im ganzen Land offenbar immer noch nicht aus. Vielerorts feierten die Menschen darum einfach vor den Absperrungen mit.

          „Und dann die Hände zum Himmel...!” Bilderstrecke

          In Berlin sagte Polizeisprecher Bernhard Schodrowski, es habe 81 Festnahmen, vor allem wegen Drogenhandel und leichter Körperverletzung, gegeben. Er lobte die Fans: „Trotz der Sperrung der Fanmeile gab es keinen Ärger. Die Leute nehmen Rücksicht aufeinander.“ Auch beim Autokorso auf dem Ku'damm mit bis zu 40.000 Menschen sei alles friedlich verlaufen. Nach dem neuen Besucherrekord wird nun geprüft, wie der Ansturm der Fans beim Viertelfinalspiel kommenden Freitag gegen Argentinien in den Griff bekommen werden kann. „Wir werden garantiert noch Ausweichmöglichkeiten schaffen müssen“, sagte ein Sprecher.

          Am Austragungsort des Achtelfinales zwischen Deutschland und Schweden, in München, waren die Fans schon in Weltmeister-Stimmung. 60.000 Fans verfolgten das Spiel per Direktübertragung im Olympiapark und Olympiastadion. Die Leopoldstraße verwandelte sich nach dem Abpfiff in ein Meer aus schwarz-rot-goldenen Fahnen. Etwa 25.000 Menschen kamen aus Straßencafés und den Nebenstraßen; Wildfremde fielen sich in die Arme, bildeten einen Kreis und skandierten: „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“

          Wegen Überfüllung geschlossen

          In Frankfurt am Main waren alle Public-Viewing-Stätten schon Stunden vor dem Anpfiff überfüllt. Die Polizei zählte 80.000 bis 85.000 Fußballbegeisterte in der Stadt. Vorkommnisse: Keine. Selbst als der gigantische Bildschirm mitten im Main zu Beginn der zweiten Halbzeit fast 15 Minuten ausfiel, gab es zwar Pfiffe, aber der guten Gesamtstimmung tat der Bildausfall keinen Abbruch. Etwa 70.000 begeisterte Fußballanhänger feierten auf dem Hamburger Fanfest den Erfolg der deutschen Elf. In Köln - wo der zweimalige Torschütze Lukas Podolski bis Ende der vergangenen Bundesligasaison spielte - waren die Flächen vor den Großbildwänden mit weit über 50.000 meist deutschen Fans rappelvoll.

          In Dortmund verfolgten mindestens 35.000 Menschen öffentliche Übertragungen. In Leipzig jubelten 30.000 Fans bei einem friedlichen Fußball-Fest über den Achtelfinal-Sieg der deutschen Mannschaft. 30.000 Besucher sahen in Nürnberg auf der Großbildleinwand das Spiel, in der Innenstadt feierten Tausende nach Abpfiff. In Mainz freuten sich 15.000 über das gute Abschneiden der deutschen Elf, in Koblenz feierten 8.000 Zuschauer in der wegen Überfüllung geschlossenen Public-Viewing-Area am Deutschen Eck.

          In Stuttgart aber, wo 70.000 Menschen fröhlich feierten, störten Randalierer: Nach dem Abpfiff lieferten sich englische und deutsche Fans Schlägereien. 378 zumeist englische Fans wurden in Gewahrsam genommen. Inzwischen befinden sich alle - bis auf drei - wieder auf freiem Fuß. Für die anderen gilt bis Montag ein Aufenthaltsverbot für die Innenstadt. Bereits in der Nacht zum Samstag waren in Stuttgart 122 englische Fans wegen Randalierens festgenommen worden, 117 von ihnen waren auch am Sonntag noch in Gewahrsam.

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