https://www.faz.net/-g9o-si10

Prognose : Italien wird Weltmeister

  • Aktualisiert am

1982 wurde Italien wirklich Weltmeister Bild: AP

Analysten einer Schweizer Großbank haben errechnet, daß Italien das Finale der Fußball-WM gegen Brasilien gewinnt. Gastgeber Deutschland wird im Viertelfinale an Argentinien scheitern.

          1 Min.

          Die Analysten der Schweizer Großbank UBS tippen nach eingehender statistischer Untersuchung auf Italien als Gewinner der im Juni startenden Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die Schweiz scheitert nach diesem Szenario im Achtelfinale an Spanien und Gastgeber Deutschland wird im Viertelfinale gegen Argentinien untergehen.

          Italien werde nicht zuletzt wegen des Vorteils, in Europa spielen zu können, Brasilien im Finale schlagen, hieß es in einer am Mittwoch von den Schweizern in Frankfurt veröffentlichten Studie. Der Heimkontinentfaktor ist vom Umstand abgeleitet, daß bisher alle Weltmeisterschaften in Amerika an Teams aus Südamerika gingen, während acht von neun Titelkämpfen in Europa von europäischen Teams gewonnen wurden.

          Historische Fakten und die aktuelle Qualität

          Nach dem Modell von UBS werden die Niederlande und Argentinien den Kampf um den dritten Platz unter sich ausmachen. Neben Deutschland sollen England, Spanien und Frankreich zumindest das Viertelfinale erreichen, bevor sie sich geschlagen geben müßten.

          Die Finanzmarktexperten des Instituts beziehen in ihre Untersuchung historische Fakten und die aktuelle Qualität der Mannschaften ein. Diese wurde durch eine vom brasilianischen Fußball-Denkmal Pele definierte Rangliste sowie eine nach der Methode des ungarischen Physikers und Schachspielers Arpad Elo gewichtete Auswahl definiert. Die Elo-Liste verrechnet nicht nur Siege und Niederlagen, sondern gewichtet das Ergebnis auch nach Torverhältnis, Stärke des Gegners und Austragungsort.

          Fußballnarrheit läßt sich nicht quantifizieren

          Keine Rolle spielen im Modell der Ökonomen ausgerechnet die ökonomischen Faktoren. Schätzungen zum Talentpool etwa anhand der Bevölkerungsgröße, Durchschnittsalter und Urbanisierung seien genauso wenig aussagekräftig wie makroökonomische Variablen wie das Bruttoinlandprodukt pro Kopf oder das durchschnittliche Wirtschaftswachstum.

          Einen gemeinsamen sozioökonomischen Nenner für Brasilien, Deutschland und Italien zu finden sei ebenso schwierig: „Die Fußballnarrheit aller drei Nationen läßt sich leider nicht direkt quantifizieren“, heißt es.

          Weitere Themen

          Kleines Vabanquespiel

          Basketball-Bundesliga in Not : Kleines Vabanquespiel

          Der Klubs der Basketball-Bundesliga leiden unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Auch die Frankfurt Skyliners und die Gießen 46ers sind auf Fördergelder von Bund und Land dringend angewiesen.

          Topmeldungen

          Fehler beim FC Bayern : Hansi Flick hat genug

          Der FC Bayern leistet sich in der Champions League teilweise haarsträubende Unaufmerksamkeiten. Trainer Hansi Flick stellt deshalb nun eine Forderung auf – und für Leroy Sané gibt es klare Aufträge.
          Der amtierende Berliner Oberbürgermeister Michael Müller und die neu gewählte Berliner SPD-Parteispitze Franziska Giffey und Raed Saleh (links)

          Parteitag des Landesverbands : Giffey zur neuen SPD-Chefin in Berlin gewählt

          Franziska Giffey und Raed Saleh werden zu neuen Vorsitzenden der Berliner SPD gewählt. Die Bundesfamilienministerin kündigt an, bei der Bürgermeisterwahl anzutreten. Bei dem Parteitag wird auch klar: Andere Optionen hat die SPD nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.