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Keine großen Zwischenfälle : Gelsenkirchen lobt englische Fans

  • Aktualisiert am

Ausnahme unter den britischen Fußballfans Bild: AP

180 Fans vorübergehend in Gewahrsam genommen - das ist die Bilanz nach dem WM-Viertelfinale England gegen Portugal in Gelsenkirchen. Trotzdem sprachen die Verantwortlichen den englischen Fans ein großes Lob aus.

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          Nach dem Ausscheiden der Engländer bei der Fußball-WM ist es in Gelsenkirchen auch in der Nacht friedlich geblieben. „Wir müssen allen Fans, die hier waren, ein Lob aussprechen, auch den Briten“, sagte Polizeisprecher Uwe Klein am Sonntag. Insgesamt 180 Menschen kamen wegen Beleidigung, Körperverletzung oder Diebstahl zeitweise in Gewahrsam, überwiegend Briten, aber auch mehr als 40 Deutsche.

          Der folgenschwerste Zwischenfall ereignete sich am Neumarkt in der Innenstadt, wo die Polizei in der Nacht zum Sonntag auf einen Schlag 80 schwer alkoholisierte Randalierer in Gewahrsam nahm. Zwei Beamte wurden leicht verletzt. Die meisten der Festgenommenen waren am Sonntag morgen bereits wieder frei. Auch die Abreise der Fans vom zeitweise gesperrten Gelsenkirchener Bahnhof war bis zum Morgen geschafft. „Wir können bilanzieren: Es war ein ausgesprochen friedliches Fest“, sagte Klein nach dem Viertelfinalspiel im Gelsenkirchener Stadion, das Portugal im Elfmeterschießen gewonnen hatte.

          „Das war eine wunderbare Zeit“

          100.000 ausländische Fans waren als Zuschauer im Stadion oder beim Public Viewing angereist, darunter fast 80.000 Briten und 15.000 Portugiesen. Viele fuhren noch in der Nacht wieder ab. Der Bahnhof mußte wegen Überfüllung zeitweise geschlossen werden. „Es ist aber alles friedlich geblieben, es handelt sich um ein reines Massenproblem“, versicherte Bundespolizeisprecher Jürgen Karlisch.

          Polizeipräsenz in der Gelsenkirchener Innenstadt

          Am Sonntag hielten sich nach Polizeischätzungen noch mehrere tausend Fans in Gelsenkirchen auf, die in Zelten übernachtet hatten und im Lauf des Tages abreisen wollten. Gelsenkirchen war beim Viertelfinale zum letzten Mal WM-Spielort. „Das war eine wunderbare Zeit. Da ist schon ein tränendes Auge dabei, wenn es zu Ende geht“, sagte Klein, der schon bei der WM 1974 als Polizist im Einsatz war. Das Public Viewing gehe aber in Gelsenkirchen weiter, so daß die WM-Atmosphäre erhalten bleibe, sagte Klein.

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