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Blogs zur WM : Es klingt wie Deutsch

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Fans in der Bahn: „Womit sollen wir denn sonst reisen?” Bild: picture-alliance/ dpa

Aha, dieses Köln ist also Cologne. Auf dem Grill liegen Würstchen, und Schwitzen im Sitzen ist die Regel. Wie die anderen uns sehen. Ein Streifzug durch die Weblogs internationaler WM-Besucher.

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          Aha, dieses Köln ist also Cologne. Auf dem Grill liegen Würstchen, und Schwitzen im Sitzen ist die Regel. Wie die anderen uns sehen. Ein Streifzug durch die Weblogs internationaler WM-Besucher.

          Berlin, 1. Juni 2006 Bin jetzt in Berlin. Nachdem ich meine Mitfahrgelegenheit von Paris nach Köln verpaßt habe, habe ich eine andere gefunden, und zwar bei einem Typen namens Mafuta Kamena. Das muß man sich mal vorstellen! Ursprünglich sollte ich mit einem namens Hakuna Matata fahren. Der Typ war also ein riesiger Schwarzer aus dem Kongo, der nicht ein Wort Englisch sprach. Aber er hat mich sofort auf französisch angeredet, und als er sah, daß ich überhaupt nichts verstand, wechselte er zu Deutsch über, woraufhin ich mich traute, ein paar Gedanken mit ihm zu tauschen. Er hat mir dann gleich erklärt, daß er Evangele sei, und machte evangelische Musik an. Ergebnis: Sechs Stunden Reise nach Köln, während kongolesische Musik lief und ich bloß Jesus und Hallelujah verstand! Aber nun gut...

          Borboleta, Brasilien, http://themisaragao.blogspot.com

          Köln ist kein Dorf, sondern das bekannte „Cologne”

          Berlin, 8. Juni 2006 Ich kam in einen Friseursalon, und obwohl er leer war, schaute mich das Mädchen an und sagte: „Ich hätte einen Termin für 16 Uhr.“ Es war 10 Uhr früh. Ich ging in einen anderen Salon. Es gibt Mädchen, die schneiden die Haare für neun Euro. Das ist ein Schnäppchen. Sie waschen sie mit einer ausführlichen Massage, sie schneiden sie, als wären sie Gärtnerinnen, überlassen dich dir selbst zum Trocknen, und fertig. Das ist das, was sich auf deutsch „Cut & Go“ nennt. Aber ich würde es nur empfehlen, wenn es sich um einen Notfall handelt. Ich gehe immer dahin, weil es sich bei mir immer um einen Notfall handelt.

          Yaotzin Botello, Mexiko, http://yaotzin.blogspot.com

          Köln, 10. Juni 2006 Nach all den Jahren der Vorfreude kam es endlich zu meiner ersten echten Weltmeisterschafts-Nacht, all das Herumfliegen, das Schlafen im Zug, das Internet-Surfen auf der Couch gipfelten in diesen einen Moment, und wo enden wir? In einer Bar namens „Key West“, in der (ausgerechnet) Salsa und Merengue gespielt wurden. Immerhin war es kein hasselhoffartiger „Baywatch“-Club. Wir quatschten und tranken, und auf dem Weg zu der Bar fragte mich eine süße Einheimische, ob ich aus Ecuador komme (zur Erinnerung: Ich trage ein Ecuador-Trikot). (...) Das führt dazu, daß ich ihr Salsa-Unterricht gebe. Wer mich kennt, weiß so gut wie ich, daß Deutschland einer der wenigen Orte auf der Welt ist, wo ich dazu qualifiziert bin, Salsa-Unterricht zu geben.

          Juan Cifrian, Ecuador, http://www.travelblog.org/Europe /Germany/Cologne/blog-66628.html

          Köln, 16. Juni 2006 Die deutsche Methode der Straßenreinigung ist sehr effektiv und sollte in England übernommen werden. Das Pfand auf Plastik- und Glasflaschen führt dazu, daß obdachlose Menschen die Straßen von Abfall reinigen, was bedeutet, daß man kaum eine Flasche auf dem Boden findet. Wenn man die Einlagen auf alle Arten von Müll ausdehnen würde, dann gäbe es nicht nur keinen Müll, sondern wir hätten auch die bestverdienenden Bettler der Welt. Nimm das, Paris!

          Joe, England, http://aloneincologne.wordpress.com

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