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„Aufgeregter als beim Start“ : Fußballfieber bei Formel-1-Piloten

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Hat Karten fürs WM-Finale: Michael Schumacher Bild: dpa

Auch im Fahrerlager der Formel 1 war am Freitag Fußball Trumpf. Michael Schumacher jubelte in der Ferrari-Box: „Ich war heute mehr auf den Rasen als auf die Piste konzentriert.“ BMW-Teamchef Mario Theissen machte sich Sorgen um seine Crew: „Einige waren aufgeregter als bei einem Formel-1-Start.“

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          Der Sieg der deutschen Fußballer gegen Argentinien hat auch das Formel-1-Fahrerlager in Indianapolis beim Großen Preis der USA in den Ausnahmezustand versetzt. Michael Schumacher jubelte in der Ferrari-Box und zog sich spontan ein Deutschland-Shirt über: „Ich war heute mehr auf den Rasen als auf die Piste konzentriert. Der Sieg der deutschen Fußballer hat mich begeistert. Jetzt ist Berlin drin.“

          Nick Heidfeld hüpfte mit den Mechanikern bei der entscheidenden Parade von Torhüter Jens Lehmann nach oben. „Unglaublich, extremer kann die Spannung nicht sein. Jetzt kommen wir ins Finale, und ich muß mir noch ein Ticket besorgen“, meinte der Mönchengladbacher. Sein Teamchef bei BMW-Sauber, Mario Theissen, machte sich Sorgen um seine Crew: „Einige waren aufgeregter als bei einem Formel-1-Start. Ich hoffe, sie kühlen wieder ab.“

          Schumacher hat Tickets fürs Finale

          Das deutsche Spiel sorgte für ungewohnte Szenen in der Formel 1. Williams-Pilot Nico Rosberg hatte extra wegen des Fußballspiels auf das erste Training verzichtet und jubelte danach wie entfesselt: „Gigantisch. Jetzt werden wir Weltmeister.“ Auch Michael Schumacher war erst nach dem Halbzeitpfiff in Berlin zum Testen herausgefahren und schlitterte mit seinem Auto über den Rasen in den Kies. In jeder Teambox lief Fußball, die meisten Fans hatten sich vor dem Großbildschirm bei McLaren-Mercedes versammelt. „Grandios, ein echter Krimi. Die Jungs haben die Nerven behalten. Jens Lehmann war Weltklasse“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: „Argentinien war mit die stärkste Mannschaft. Jetzt ist für Deutschland alles drin.“

          Michael Schumacher besitzt für das Finale und das Spiel um Platz drei ein Ticket - die Formel 1 macht am letzten Wochenende der Fußball-WM glücklicherweise Pause. Am ersten Trainingstag für den Großen Preis der USA am Sonntag ist er übrigens auf Platz zwei gefahren. Der Ferrari-Pilot drehte seine schnellste Runde in 1:12,458 Minuten. Damit war er bester Stammfahrer und wurde in der Kombination der beiden Trainingsstunden nur vom Honda-Testpiloten Anthony Davidson aus Großbritannien in 1:12,013 Minuten geschlagen.

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