https://www.faz.net/-g9o-t2rf

Wegen Verletzung : Huth-Transfer nach Middlesbrough geplatzt

  • Aktualisiert am

Quo vadis? Robert Huth Bild: picture-alliance/ dpa

Für Robert Huth hat die bei der WM erlittene Knöchelverletzung offenbar gravierende Konsequenzen. Der FC Middlesbrough nahm von der bereits als perfekt gemeldeten Verpflichtung des Verteidigers wieder Abstand. Der 21jährige fiel beim medizinischen Test durch.

          Erst verdarb ihm der schmerzende Knöchel die WM, jetzt ist wegen der offenbar schwerer wiegenden Verletzung auch noch sein neuer Vertrag geplatzt. Fußball-Nationalspieler Robert Huth hat einen Medizincheck beim FC Middlesbrough nicht bestanden und blickt nach dem gescheiterten Wechsel zum englischen Erstligaklub in eine ungewisse Zukunft.

          Nach Berichten mehrerer britischer Zeitungen vom Donnerstag bekam der 21jährige nach einem zweitägigen Test im Nordosten Englands von den Ärzten die „Rote Karte“ gezeigt. Die Mediziner befürchten, daß die Probleme mit dem geschädigten Knöchel auf Dauer nicht behoben werden könnten. Huth hatte sich während der WM mit Middlesbrough auf einen Kontrakt geeinigt. Der Uefa-Pokalfinalteilnehmer war angeblich bereit, dem bisherigen Arbeitgeber FC Chelsea etwa 7,5 Millionen Euro zu zahlen. Ob der deutsche Verteidiger nun zum englischen Meister nach London zurückkehren kann, wo er ursprünglich noch einen Vertrag bis 2008 hatte, war nach der niederschmetternden Diagnose zunächst unklar.

          Rückkehr zum FC Chelsea?

          Die Malaise hatte für Huth bereits im WM-Trainingslager in der Schweiz begonnen, wo er sich am Sprunggelenk verletzte. Im Wettkampf um die Stammplätze in der Innenverteidigung mußte er Per Mertesacker und Christoph Metzelder den Vortritt lassen. Nur als der Dortmunder im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador angeschlagen und zudem von einer Gelb-Sperre bedroht war, schlug Huths einzige WM-Stunde. In seiner Heimatstadt Berlin zeigte beim 3:0-Sieg - begleitet von den kultigen „Huuuuuth“-Rufen - der Fans eine gute Leistung.

          Bester Laune beim WM-Abschied am Brandenburger Tor

          Auch im Spiel um Platz drei am vergangenen Samstag in Stuttgart gegen Portugal hatte ihn Bundestrainer Jürgen Klinsmann für einen Einsatz diesmal anstelle des verletzten Mertesacker vorgesehen, doch das Aus kam schon beim Aufwärmen. Huth knickte abermals um und mußte passen. Jetzt erwies sich die Verletzung als fatal. In England sollen zuvor noch die Erstligisten FC Everton, Wigan Athletic und Newcastle United Interesse an einer Verpflichtung des Verteidigers gehabt haben. Ob diese Klubs sich nun nochmals melden, ist aber ungewiß.

          Im Alter von 16 Jahren war Huth vom 1. FC Union Berlin zunächst ins Jugendinternat des FC Chelsea gewechselt. Im Londoner Starensemble hatte er sich keinen Stammplatz erkämpfen können, jedoch lange mit einem Transfer zu einem anderen Verein gezögert. Auch ohne große Spielpraxis hielt der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann aber an dem Englandlegionär fest, der bei dessen Trainerdebüt im August 2004 in Österreich (3:1) sein erstes von bislang 17 Länderspielen (2 Tore) absolviert hat.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Sowohl Trump als auch Johnson winken mit ihrem zerstörerischen Potential. Nur schätzen sie ihre Position falsch ein.

          Schwäche der EU? : Boris Trump

          Sowohl Trump als auch Johnson verschätzen sich: Man kann aus den Wechselbeziehungen der globalisierten Welt nicht in Trotzecken fliehen und dabei nachhaltige Gewinne machen. Europa ist da in einer stärkeren Position.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.