https://www.faz.net/-g9o-shc5

Einzelkritik der deutschen Nationalelf : „Poldi“ ist wieder der Alte - Klose überragend

  • Aktualisiert am

Überragend auch als Vorbereiter: Miroslav Klose Bild: dpa

Mit einem überragenden Klose und einem treffsicheren Podolski war der deutsche Angriff auch im Achtelfinale gegen Schweden bärenstark. Dahinter wird Ballack immer besser. Die deutschen Nationalspieler in der Einzelkritik.

          2 Min.

          Einzelkritik der deutschen Nationalelf:

          Jens Lehmann: Hatte bisher bei der WM wenig Gelegenheit sich auszuzeichnen. Gegen die Schweden kam er einige Mal unter Druck und blieb fast immer ein umsichtiger Rückhalt. Aus einem Mißverständnis in der 43. Minute zwischen ihm und Lahm wäre um ein Haar der gegnerische Anschlußtreffer gefallen.

          Arne Friedrich: Stets kämpferisch engagiert, doch sein Spiel ist risikobehaftet. Jeder Fehler in dieser Phase des Turniers könne der letzte sein, warnte der Bundestrainer zuvor - der Berliner bleibt ein Unsicherheitsfaktor auf der rechten Abwehrseite.

          Per Mertesacker: Wenn der große Innenverteidiger loslegt, sieht es nicht nach geschmeidigem Sommerfußball aus. Warum auch? Die beste Zweikampfbilanz in der deutschen Mannschaft hielt auch gegen die schwedischen Angriffs-Asse Ibrahimovic und Larsson.

          Christoph Metzelder: Nach seinem Fehlen gegen Ecuador konnte sich der Dortmunder problemlos integrieren in der zentralen Abwehrposition neben Mertesacker. Patzte nur beim Foul gegen Larsson im Strafraum.

          Philipp Lahm: Nicht oft im Blickfeld des Spiels, weil der Ball meist über die rechte Seite vorgetragen wurde oder bei Schweden über links lief. Zum Ende der ersten Halbzeit flutschte der kleine Münchner aber elegant durch die Schweden-Abwehreihe und bediente Klose zu einer Torchance.

          Bernd Schneider: Ständig anspielbereit und gefährlich im Dribbling. Der Dauerläufer im Team wieselte bei mehr als 30 Grad ein Mammutpensum herunter - mit 32 Jahren. Könnte sich öfter an einen Schuß wagen.

          Michael Ballack: Der Kapitän ist der Chef auf dem Feld. Oft erste Verteilerstation beim Aufbau, Tempogeber, Chancenvorbereiter und selbst gefährlicher Schütze. Hängt sich wie in der 8. Minute beim Rettungsversuch
          gegen Larsson auch mit aller Macht in der Abwehr voll rein.

          Torsten Frings: Auf einer der wichtigsten Positionen des modernen Fußballs - am Schnittpunkt zwischen Defensive und Offensive - entwickelt der Bremer Mittelfeldmann einen selbstbewußten Stil, bei dem es vor allem um Kontrolle geht. Ein dummes Handspiel brachte ihm eine Gelbe Karte ein.

          Bastian Schweinsteiger: Die Sturm- und Drangphase des Teenie-Idols hat Pause. Es fehlen im Moment die Löcher reißenden Dribblings und mutigen Schüsse. Aber der Münchner ist auch nicht schlecht.

          Miroslav Klose: Überragender Spieler im deutschen Spiel. Bereitet Angriffe durch lange Laufduelle vor, beherrscht die Ballannahme unter Druck, schnelle Drehungen und antizipiert die Bewegungen seines Sturmpartners Podolski. Bereitete beide Treffer seines jungen Stürmerkollegen vor.

          Lukas Podolski: Eine ganze Nation hatte ihm die Daumen für sein erstes WM-Tor gedrückt. Das war ihm gegen Ecuador gelungen. Im Achtelfinale legte der Junior nach. Der alte „Poldi“ ist wieder da.

          Tim Borowski: Der erste Ersatzmann fürs Mittelfeld kam in der 72. Minute für Schweinsteiger

          Oliver Neuville: Der erste Ersatzmann für den Angriff kam in der 74. Minute für Podolski.

          Weitere Themen

          Gesa Krause Fünfte über 3000 Meter Hindernis

          Olympia : Gesa Krause Fünfte über 3000 Meter Hindernis

          Die 29 Jahre alte Leichtathletin kann nicht über die volle Distanz bei den 3000 Meter Hindernis vorne mithalten, hat am Ende aber einen langen Atem und wird gute Fünfte. Gold geht an Uganda, Silber an die USA.

          Timanowskaja auf dem Weg nach Europa Video-Seite öffnen

          Belarussische Sportlerin : Timanowskaja auf dem Weg nach Europa

          Die in Ungnade gefallene Olympia-Teilnehmerin aus Belarus hatte ein Visum für Polen erhalten. Timanowskaja hatte zuvor erklärt, sie sei nach einer Beschwerde über ihre Trainer zum Flughafen Tokio gebracht worden, um gegen ihren Willen in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden.

          Topmeldungen

          Die Impfquote geht zurück.

          Debatte über Impfpflicht : Ungeimpfte anders behandeln? Na klar!

          Der Staat darf und muss Druck ausüben. Das ist kein Apartheid-Regime, sondern schlicht demokratisch beschlossene und rechtsstaatliche Notwendigkeit zum Schutz des Einzelnen und der Gemeinschaft.
          Spazieren entlang der Wall Street: New Yorks junge Banker erhalten neuerdings ein höheres Einstiegsgehalt.

          Wall-Street-Gehälter : 100.000 Dollar und ein Peloton-Rad

          105 Stunden in der Woche, geringe Zufriedenheit, angeschlagene Gesundheit: Junge Wall-Street-Banker haben über ihre Arbeitsbedingungen geklagt. Jetzt versprechen die Banken Gehaltserhöhungen – und manchmal auch ungewöhnliche Geschenke.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.