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Chronologie : Die wichtigsten Stationen des Bundestrainers Jürgen Klinsmann

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Die WM als Höhepunkt der zwei Jahre als Bundestrainer Bild: AP

Von der Ankündigung „Ich will Weltmeister werden“ über viele Krisen bis zum dritten Platz bei der WM. Eine Chronologie.

          4 Min.

          Von der Ankündigung „Ich will Weltmeister werden“ über viele Krisen bis zum dritten Platz bei der WM. Eine Chronologie.

          29. Juli 2004: Jürgen Klinsmann wird in der Frankfurter DFB-Zentrale als Bundestrainer präsentiert. „Ich will Weltmeister werden“, sagt der Nachfolger von Rudi Völler. Erste Personalie ist die Bestellung eines Nationalmannschafts-Managers in Person von Oliver Bierhoff.

          30. Juli 2004: Nach der Ablehnung des ehemaligen Beckenbauer-Assistenten Holger Osieck verpflichtet der DFB Klinsmanns Wunschkandidaten Joachim Löw als Assistenztrainer.

          16. August 2004: An seinem ersten Arbeitstag mit der Nationalelf setzt Klinsmann Torhüter Oliver Kahn als Kapitän ab und ernennt als Nachfolger Michael Ballack.

          18. August 2004: Klinsmanns Länderspiel-Debüt in Wien endet nach drei Toren von Kevin Kuranyi mit einem 3:1 gegen Gastgeber Österreich.

          4. September 2004: Vor dem Heimspiel-Debüt gegen Brasilien (1:1) in Berlin nehmen die US-Fitnesstrainer um Mark Verstegen die Arbeit auf. In der Bundesliga lästern einige über die „Übungen mit Gummibändern“.

          10. Oktober 2004: Das Länderspiel in Iran (2:0) ist die letzte Dienstreise von Sepp Maier als Bundestorwarttrainer. Klinsmann ersetzt Kahns Vereinscoach durch Ex-Nationalspieler Andreas Köpke.

          2. Dezember 2004: Im Streit um das WM-Quartier erreicht Klinsmann sein Ziel: Der DFB stimmt der Verlegung von Leverkusen nach Berlin zu. Zugleich wird in Hans-Dieter Hermann erstmals ein Sportpsychologe in den Betreuerstab der Nationalmannschaft aufgenommen.

          19. Dezember 2004: Auf der Asien-Reise erleidet Klinsmann mit der DFB-Elf beim 1:3 in Busan gegen Südkorea im sechsten Länderspiel die erste Niederlage.

          17. Mai 2005: Jürgen Klinsmann mustert Chefausbilder Erich Rutemöller aus dem Trainer- und Beraterstab der Nationalmannschaft aus. Zugleich wird der Schweizer Urs Siegenthaler als Chefscout verpflichtet.

          15. Juni 2005: Mit einem 4:3-Sieg gegen Australien startet die deutsche Mannschaft in Frankfurt in den Confederations Cup.

          25. Juni 2005: Nach großem Kampf verliert die Nationalelf im Halbfinale des Confed-Cups in Nürnberg mit 2:3 gegen Brasilien. Es ist die erste Heimniederlage in der Ära Klinsmann.

          29. Juni 2005: Im Spiel um Platz drei erkämpfen Ballack & Co. in Leipzig in Unterzahl einen umjubelten 4:3-Erfolg n.V. gegen Mexiko. „Wir sind in einem Jahr enorm gewachsen“, kommentiert Klinsmann.

          10. August 2005: Auf die Torwart-Rotation folgt die Torwart-Trennung: Klinsmann teilt die sechs Länderspiele bis zum Jahresende paritätisch zwischen Kahn und Lehmann auf. Nur wer spielt, ist dabei.

          17. August 2005: Mit einem schmeichelhaften 2:2 in Rotterdam gegen die Niederlande startet die Nationalmannschaft in die WM-Saison.

          25. Oktober 2005: Klinsmann muß bei einem Krisengipfel mit der Bundesliga die Wiederbelebung einer von Bayern-Manager Uli Hoeneß angeführten „Task Force“ für die Nationalmannschaft akzeptieren. Im
          Streit um seinen Wohnsitz setzt sich Klinsmann aber durch.

          12. November 2005: Mit Lehmann im Tor und einem 0:0 in Frankreich endet das Länderspiel-Jahr 2005. „Wir gehen sehr optimistisch ins WM-Jahr“, sagt Klinsmann.

          8. Februar 2006: Klinsmann verliert den Machtkampf um den Sportdirektor: Der DFB entscheidet sich für Matthias Sammer und gegen Klinsmanns Kandidaten, den Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters.

          24. Februar 2006: Klinsmann verbannt Abwehrspieler Christian Wörns aus dem WM-Kader. Der Dortmunder hatte den Bundestrainer nach einer erneuten Nichtnominierung als „link“ und „unehrlich“ bezeichnet.

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