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Fußball : Vogts Trainer bei Bayer Leverkusen - Völler bis 2002 DFB-Teamchef

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Berti Vogts wird neuer Trainer des Fußball- Bundesligisten Bayer Leverkusen, Rudi Völler bleibt Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft und Sportdirektor in Leverkusen.

          Berti Vogts gibt zwei Jahre nach seinem Rücktritt als Bundestrainer ein Comeback in der Fußball-Bundesliga. Der 53-Jährige erhält bei Bayer 04 Leverkusen einen Vertrag als Cheftrainer bis zum 30. Juni 2003 und übernimmt am nächsten Dienstag die sportliche Leitung beim deutschen Vizemeister. Rudi Völler, der die Leverkusener am Samstag im Auswärtsspiel beim SC Freiburg zum letzten Mal als Trainer betreuen wird, bleibt bis zur Weltmeisterschaft 2002 Teamchef der Nationalmannschaft und erfüllt zugleich seinen noch drei Jahre laufenden Vertrag als Sportdirektor in Leverkusen.

          Dies gaben Reiner Calmund für Bayer Leverkusen und Gerhard Mayer-Vorfelder für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der BayArena bekannt. „Ich freue mich darauf, erstmals nach zwei Jahren wieder arbeiten zu können. Ich war eigentlich auf einen späteren Zeitpunkt eingerichtet, denn ich hatte gehofft, dass Rudi Völler noch weiter machen würde“, sagte Vogts, der am 7. September 1998 nach achtjähriger Tätigkeit als DFB-Chefcoach freiwillig das Handtuch geworfen hatte.

          Überzeugendes Konzept

          Der Mönchengladbacher erhielt von Bayer 04 den Vorzug vor dem Saarbrücker Trainer Klaus Toppmöller, weil er laut Calmund „ein überzeugendes personelles und sachliches Konzept vorgestellt hat“. Vogts soll in den kommenden Monaten intensiv vom bisherigen Interimstrainer Völler eingearbeitet werden und einen Trainerstab von vier bis sechs Personen leiten, über dessen personelle Zusammensetzung bis zum 2. Januar entschieden werden soll. „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Rudi Völler. Er kann mir helfen bei der Mannschaft, und ich kann ihm Ratschläge in Sachen DFB geben“, erklärte Vogts, der Völler als Spieler ab 1980 in der U- 21- und später auch in der A-Nationalmannschaft betreute.

          Vogts soll nun ein „Funktionsteam“ bilden, dem möglicherweise Ex- Nationalspieler Wolfgang Rolff als Co-Trainer angehören wird. Vogts griff im Hinblick auf das große Trainerteam eine Aussage von Calmund auf: „Die Zeit der One-Man-Show für Trainer ist vorbei.“ Der seit Jahren mit Vogts befreundete Bayer-Manager sagte: „Die fachlichen Qualitäten von Berti Vogts sind die besten Voraussetzungen für den Erfolg.“ Der Ex-Bundestrainer formulierte selbstbewusst seine Ziele mit dem Bundesliga-Vierten: „Wir wollen die intakte, erfolgreiche Mannschaft noch verstärken, den FC Bayern noch mehr jagen und irgendwann einen Titel. Wir wollen angreifen.“

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