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Fußball : Sebastian Kehl: Spind in Freiburg geräumt

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Letztes Spiel für Freiburg: Sebastian Kehl am 18.12 in Bremen Bild: dpa

Sebastian Kehl hat sich am Donnerstag beim SC Freiburg verabschiedet. "Fußball ist nun einmal ein schnelllebiges Geschäft", erklärte er seinen Wechsel zu Borussia Dortmund.

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          Mit der Bitte um Verständnis hat Sebastian Kehl seinen Spind beim SC Freiburg leer geräumt. Der Jung-Nationalspieler verabschiedete sich am Donnerstag beim Auftakttraining des südbadischen Bundesligisten von Trainer und Mannschaft und wird am Freitag bei Borussia Dortmund offiziell vorgestellt.

          Kehl bat die Fans um Verständnis für seinen Wechsel, der rein sportliche Gründe habe. „Auch wenn es nicht jeder verstehen wird, aber ich habe mich hier immer wohl gefühlt und lasse viele Freunde zurück. Aber es ist nun einmal so, dass es ein schnelllebiges Geschäft ist“, sagte der 21- Jährige, der bei den Borussen einen Vierjahresvertrag erhält.

          Ablöse: 3,1 Millionen Euro

          Dortmund und Freiburg erzielten Einigkeit über die Ablösesumme, die dem Vernehmen nach rund 3,1 Millionen Euro (sechs Millionen Mark) betragen soll. Um den Wechsel Kehls war zwischen den Westfalen und dem FC Bayern München ein heftiger Streit entbrannt. Der Rekordmeister wollte Sebastian Kehl ebenfalls verpflichten und will nun vor dem Arbeitsgericht die Rechtslage klären lassen.

          Bald Kollegen: Koller und Kehl

          Freundlich und geschäftsmäßig

          „Es war alles ziemlich abrupt und am Schluss war die Situation festgefahren“, kommentierte Kehl die wochenlangen Querelen. „Ich bin nicht wegen des Geldes gewechselt, das ist Quatsch. Es hatte rein sportliche Gründe.“

          Freundlich, aber auch geschäftsmäßig beantwortete Kehl Fragen und gab Autogramme. Die in anderthalb Freiburger Jahren in seinem Spind angesammelte Habe passte in einen Schuhkarton.

          Bajramovic wird nicht Nachfolger

          „Ich hoffe, dass ich in Dortmund meine Chance bekomme und in Freiburg nicht ausgepfiffen werde, wenn ich hier spiele“, sagte er. Für die Borussen ist er in den UEFA-Cup-Spielen gegen den französischen Spitzenclub OSC Lille am 21. und 28. Februar noch nicht Spiel berechtigt.

          Unterdessen ist ein vorzeitiger Wechsel vom Zlatan Bajramovic vom FC St. Pauli zum SC Freiburg unwahrscheinlich geworden. Der bosnische U21-Nationalspieler will die Saison bei den Abstiegs bedrohten Hanseaten zu Ende spielen und erst im Sommer nach Freiburg wechseln. „Er möchte das sinkende Schiff nicht verlassen, das finde ich bemerkenswert“, sagte SC-Manager Andreas Rettig.

          Allerdings haben die Breisgauer im Defensivbereich nach dem Weggang Kehls Handlungsbedarf. Ein Einsatz der Rekonvaleszenten Daniel Schumann und Oumar Konde am 26. Januar gegen den 1. FC Nürnberg ist fraglich, zudem spielt Innenverteidiger Boubacar Diarra vom 19. Januar bis 10. Februar für Mali beim Afrika-Cup.

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