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Fußball : Schalke trennt sich von Emile Mpenza

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Das wird's nicht mehr geben: Emile Mpenza als Schalker Bild: AP

Der FC Schalke 04 hat die Geduld mit „Sorgenkind“ Emile Mpenza endgültig verloren und den Stürmer zurück nach Belgien transferiert.

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          Der FC Schalke 04 hat die Geduld mit „Sorgenkind“ Emile Mpenza endgültig verloren und den Stürmer zurück nach Belgien transferiert. Der 25 Jahre alte Stürmer, vor dreieinhalb Jahren für die Vereinsrekordablöse von 17 Millionen Mark verpflichtet, kehrt zu seinem früheren Klub Standard Lüttich zurück.

          „Emile hat uns gegenüber erklärt, daß er nicht mehr auf Schalke spielen wolle. Solche Leute können wir nicht gebrauchen“, sagte Manager Rudi Assauer, der am Donnerst agabend mit dem belgischen Nationalspieler ein letztes Gespräch geführt hatte. Über die finanziellen Modalitäten wollte Assauer nichts bekanntgeben: „Aber wir sind nicht unzufrieden.“ In Lüttich erhält Mpenza, der zuletzt wegen einer abermaligen Muskelverletzung seit über sechs Wochen gefehlt hatte, einen Dreijahresvertrag.

          „Wir haben stets an eine Wendung zum Guten geglaubt“

          Seit Januar 2000 erzielte der Belgier für die Königsblauen in 79 Spielen 28 Tore. Doch zufrieden waren die Verantwortlichen mit dem Jungstar nur in den ersten anderthalb Jahren (42 Spiele/19 Tore). „Emile war in den letzten zwei Spielzeiten häufig verletzt. Er hat unserer Auffassung nach nicht immer alles dafür getan, damit er von Verletzungen verschont bleibt oder sie anschließend schnell wieder auskuriert. Dazu war es schwierig, mit ihm verläßlich zu kommunizieren“, sagte Assauer, der den talentierten Stürmer bereits vor zwei Jahren schon einmal kurzfristig aus dem Kader geworfen hatte.

          „Wir haben mehrfach versucht, ihn wieder auf den richtigen Weg zu führen und sind ihm in vielen Dingen entgegengekommen“, erläuterte Assauer und fügte an: „Im Nachhinein war es ein Fehler, ihm immer wieder eine neue Chance gegeben zu haben. Aber wir haben stets an eine Wendung zum Guten geglaubt. Unterm Strich überwiegt jetzt die Enttäuschung, denn was hätte Emile für ein europäischer Klassestürmer sein können.“

          Ob nach dem Weggang Mpenzas dessen Stürmerplatz im Kader noch bis Ende der Wechselfrist am kommenden Montag gefüllt wird, ließ Assauer offen: „Es ist für uns kein Muß. Wir sind auch ohne Emile stark genug, um unsere Ziele erreichen zu können.“ Zuletzt hatten sich die Schalker um eine Verpflichtung des spanischen Nationalspielers Fernando Morientes bemüht, die allerdings an den Gehaltsforderungen des Torjägers gescheitert war. Der Finne Mikael Forssell, ebenfalls auf Schalke im Gespräch, wechselte vom FC Chelsea zum englischen Premier-League-Rivalen FC Birmingham.

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