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Fußball : Schalke schafft den Sprung in den Uefa-Pokal

  • Aktualisiert am

Torschütze für Schalke: Ailton Bild: dpa/dpaweb

Der FC Schalke hat sich durch einen 1:0-Erfolg im UI-Cup in Liberec für den Europapokal qualifiziert. Bereits das Hinspiel hatten die Schalker gewonnen. Ailton traf kurz vor Schluß.

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          Der FC Schalke 04 hat abermals über den Umweg UI-Cup den Sprung auf die UEFA-Pokal-Bühne geschafft und darf wieder von Europapokal-Millionen träumen.

          Dank des überragenden Torhüters Frank Rost und des Stürmers Ailton kam der Fußball-Bundesligaverein am Dienstag im Rückspiel des UI-Cup-Finales zu einem glücklichen 1:0 (0:0) beim tschechischen Vertreter Slovan Liberec und erreichte nach dem 2:1 im Hinspiel vor zwei Wochen sein erstes Saisonziel. Ausgerechnet der sonst schwache Ailton (87.) ließ die Schalker mit seinem vierten Treffer im UI-Cup aufatmen. Die Gelsenkirchener wiederholten damit ihr Künststück aus dem Vorjahr, als sie ebenfalls über den UI-Cup in den Europapokal nachgerückt waren.

          Heynckes: „Tadellose Leistung“

          „Wir wollten in den europäischen Wettbewerb, das haben wir geschafft“, sagte Schalkes Trainer Jupp Heynckes. „Es ist sportlich sehr wichtig für die Mannschaft. Kompliment an meine Truppe, sie hat eine tadellose Leistung in diesem Wettbewerb abgeliefert. Wir haben alle Spiele gewonnen, heute war es allerdings am schwersten. Wir haben es versäumt, den Sack bereits im Hinspiel zuzumachen.“

          Vor 7880 Zuschauern durfte sich der UEFA-Pokal-Sieger von 1997 bei ihrem Schlußmann bedanken. Rost vereitelte in der zweiten Halbzeit zahlreiche Chancen der Tschechen, die noch vor der Pause harmlos agiert hatten. Die Schalker Deckung wirkte in den zweiten 45 Minuten unsicher wie lange nicht mehr. Am Ende stand das Glück auf der Seite der Schalker, die nun am Freitag neben dem VfB Stuttgart, VfL Bochum und Pokalfinalist Alemannia Aachen als vierte deutsche Mannschaft im Lostopf sind.

          Liberec hatte in der ersten Halbzeit keine Chance. Die Tschechen, gegen die sich die Schalker schon im vergangenen Kahr im UI-Cup- Halbfinale durchgesetzt hatten, agierten überraschend zurückhaltend und zeigten znächst kaum Ambitionen, die Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen. So waren die Schalker von Beginn an spielbestimmend. Aus ihren Vorteilen machten die Gelsenkirchener aber zu wenig. Nationalspieler Gerald Asamoah hatte noch die besten Möglichkeiten: In der 25. Minute scheiterte er per Kopf. Zehn Minuten später traf Asamoah zwar - doch beim Zuspiel von Sven Vermant stand er im Abseits.

          Nach der Pause wurde das Spiel lebendiger, weil die Tschechen mehr wagten. Liberec setzte Schalke mehr und mehr unter Druck. Josef Valachovic (47.) und Michael Posposil (56.) hatten als erste gute Möglichkeiten, ihr Team in Führung zu bringen. Juraj Ancic (62.) prüfte wenig später Schalkes Torhüter Frank Rost mit einem gefährlichen Schuß. Auch in der Folgezeit mußte Rost immer wieder eingreifen. Ailton beseitigte drei Minuten vor dem Ende mit seinem Kontertor alle Zweifel.

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