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Fußball : Rudi Assauer kritisiert Hertha und den HSV

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Energisch: Rudi Assauer Bild: AP

Schalke-Manager Rudi Assauer hat die Vereinsführung vom Bundesliga-Rivalen Hertha BSC Berlin für den Umgang mit Trainer Huub Stevens kritisiert und auch auf den Trainerwechsel beim Hamburger SV mit Unverständnis reagiert.

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          Schalke-Manager Rudi Assauer hat die Vereinsführung vom Bundesliga-Rivalen Hertha BSC Berlin für den Umgang mit Trainer Huub Stevens kritisiert und auch auf den Trainerwechsel beim Hamburger SV mit Unverständnis reagiert. „Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Trainer so unter Druck zu setzen. Da soll ein Trainer zwei Spiele gewinnen, sonst ist er weg. Was ist das für eine Aussage? Das muß man sich mal vorstellen. Da hängt ein Kopf dran. Das ist schon weltklasse“, meinte Assauer im Fall Stevens.

          Erst 2002 hatte der Niederländer nach sechs erfolgreichen Jahren Schalke verlassen und war zur Hertha gewechselt. Dort muß Stevens die nächsten beiden Partien in der Liga und im DFB-Pokal bei Hansa Rostock gewinnen, um Hertha-Trainer zu bleiben. „Ich bin erstaunt, daß der Huub das überhaupt mitmacht. Laß mal einen aus 40 Metern in Rostock den Ball in den Winkel jagen“, sagte Assauer weiter.

          Einmal in Fahrt gekommen, nahm Assauer auch noch die Chefetage des nächsten Gegners Hamburger SV aufs Korn: „Das stimmt mich schon nachdenklich. Da steht die Aussage: Wir halten am Trainer fest, und nur drei Tage später ist er weg. Da sollte man lieber sagen: Wir denken darüber nach. Wenn ich von einem Trainer nicht überzeugt bin, muß ich sagen: Tschüs und Ade. Wir waren vor zwei Jahren in einer ähnlichen Situation und haben das Ding mit Stevens durchgezogen. Das war gut so.“

          Auch Schalkes Trainer Jupp Heynckes stimmten die Geschehnisse in Berlin und Hamburg nachdenklich: „Wir bewegen uns in einer schnelllebigen Zeit. In der Bundesliga gibt es nur noch Sieg oder Niederlage, schwarz oder weiß. Jara war in der Vorbereitung der Trainer des Augenblicks. Vor ein paar Monaten wurde noch gesagt, die Handschrift des Traines sei zu erkennen, jetzt ist er weg. Man kann sich glücklich schätzen, wenn im Klub Leute mit Fußball-Sachverstand sitzen.“

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