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Fußball : Nulldiät in Freiburg

  • Aktualisiert am

          Mit einer Nulldiät gegen „Lieblingsgegner“ Hansa Rostock hat sich der SC Freiburg zum Vereinsrekord gehungert. Die Breisgauer blieben durch das 0:0 am Sonntagabend zum neunten Mal in Folge ungeschlagen und verbesserten damit ihre fünf Jahre alte Club- Bestmarke.

          Die 25 000 Zuschauer sahen allerdings einen über weite Strecken unansehnlichen Kick, an dessen Ende die Rostocker im sechsten Versuch ihren ersten Punkt aus dem ausverkauften Dreisamstadion entführten und die Abstiegsränge verließen. „Ich muss sagen, dass ich mit dem Ergebnis nicht ganz unzufrieden bin. Irgendwann muss man auch mal mit einem Punkt zufrieden sein“, sagte SC-Keeper Richard Golz genügsam.

          Magerkost wird schöngeredet

          „Der Punkt bringt uns nicht großartig weiter, aber die heutige Einstellung lässt für die Zukunft hoffen“, urteilte Rostocks Mitteldfeldspieler Rene Rydlewicz, Torhüter Martin Pieckenhagen sah es ähnlich: „Heute hat jeder eine großartige Leistung gebracht. Wir haben uns diese Woche die Köppe gehauen, das Ergebnis hat man heute gesehen.“ Freiburgs Hoffnung, die Betonabwehr der Gäste mit einem frühen Treffer ins Wanken zu bringen, erfüllte sich nicht, obwohl Adel Sellimi zwei gute Möglichkeiten zum schnellen 1:0 hatte. In der ersten Minute schoss der Tunesier über das Tor, sechs Minuten später köpfte er den Ball nach einer Flanke von Alexander Iaschwili neben den Pfosten. So schwungvoll wie in der Anfangsphase ging das Spiel aber nicht weiter. Ohne die gelb-gesperrten Sebastian Kehl und Ismail Coulibaly waren die Breisgauer zwar weiterhin die klar tonangebende Elf, kamen aber gegen die kompakt verteidigende und kampfstarke Hansa-Mannschaft kaum zu guten Torchancen. Rostocks Torhüter Martin Pieckenhagen musste in der ersten Halbzeit nur ein einziges Mal bei einem Schuss von Lewan Zkitischwili sein Können aufbieten.

          Sein Gegenüber Richard Golz blieb indes fast gänzlich beschäftigungslos, da die Rostocker das Angriffsspiel praktisch einstellten. „Ich wäre mit einem 0:0 zufrieden“, verteidigte Trainer Friedhelm Funkel zur Pause die Einigelungs-Taktik, von der seine Mannschaft zunächst auch nach dem Seitenwechsel nicht abrückte. Weil die Freiburger Angriffe aber auch in der zweiten Halbzeit nicht durchdachter wurden, geriet das Unentschieden für die Gäste kaum in Gefahr. Ein Bruch im SC-Spiel war die Auswechslung des konditionell abbauenden Spielmachers Zoubaier Baya. Brenzlig wurde es für den Gegner nur in der 78. Minute, als Andreas Zeyer knapp am Tor vorbeischoss. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Gäste langsam mutiger, brachten mit Bachirou Salou sogar einen zweiten Stürmer. Doch auch der Winter-Einkauf aus Frankfurt konnte die Nullnummer nicht mehr verhindern.

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