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Fußball-Nationalmannschaft : Podolski ohne Erfolgserlebnis zum Abschiedsspiel

  • Aktualisiert am

Immer noch beliebt, aber nicht mehr gut genug: Lukas Podolski steht bei Galatasaray in der Kritik. Bild: AFP

Kein Torschuss, und das als Mittelstürmer: Lukas Podolski muss sich vor seinem Abschiedsspiel aus der deutschen Nationalmannschaft Kritik in Istanbul anhören. Aus Deutschland dagegen kommt Liebe.

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          Lukas Podolski reist ohne Erfolgserlebnis zu seinem Abschiedsspiel aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Vier Tage vor dem Länderspiel gegen England, bei dem der 31-Jährige letztmals im DFB-Trikot spielen soll, musste er mit Galatasaray Istanbul eine 0:2 (0:1)-Niederlage bei Trabzonspor einstecken. Damit sind die Chancen, sich mit dem Titelgewinn im Sommer Richtung Vissel Kobe nach Japan zu verabschieden, wohl endgültig dahin. Durch die Niederlage in Trabzon konnte der Rückstand auf Spitzenreiter Besiktas von acht Punkten erstmal nicht verkürzt werden. Im Pokal sind die Gelb-Roten als Titelverteidiger bereits ausgeschieden.

          Der türkische Rekordmeister hinkt den großen Ansprüchen also weiter hinterher. In Trabzon konnte daran auch Podolski nichts ändern. Als Mittelstürmer aufgestellt, blieb er wie seine Mitspieler am Samstag über 90 Minuten harmlos und konnte weder einen Torschuss noch eine Torschussvorlage verbuchen. Danach musste er sich Kritik anhören.

          „Podolski sitzt die verbleibende Zeit in der Türkei ab, die Fans sollten nicht mehr viel von ihm erwarten“, sagte der ehemalige türkische Nationalspieler Ridvan Dilmen und unterstellte Podolski sogar, sich für sein bevorstehendes Engagement in Japan zu schonen. In den verbleibenden Spielen wird es für Galatasaray wohl nur noch darum gehen, sich einen Europapokalplatz zu sichern.

          Alte Fußball-Kumpels: Bastian Schweinsteiger (l.) und Lukas Podolski.

          Dagegen werden dem ewigen Poldi in Deutschland Liebesbekundungen entgegen geworfen. Bastian Schweinsteiger schrieb eine Art öffentlichen Liebesbrief und Oliver Bierhoff  erhob Podolski in den Rang eines nationalen Botschafters. „Es wird einem bewusst, was diese Spieler auch für das Land getan haben“, sagte der Teammanager. „Er steht für eine Zeit. Er steht für den Aufbruch nach 2004.“

          Podolski selbst zählt bei Twitter mit Foto-Erinnerungen an seine bislang 129 Länderspiele die Tage bis zu seinem Abschiedsspiel herunter. Auch auf Schweinsteigers Botschaft zum Abschied reagierte Poldi dort - mit einem roten Kussmund.

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