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Fußball : Mit Lauth und Rau, aber ohne Kuranyi

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Willkommen im Klub: Der Münchner Benjamin Lauth und der Wolfsburger Tobias Rau Bild: dpa

Im wesentlichen vertraut Teamchef Rudi Völler beim Länderspiel am Mittwoch gegen Spanien auf erprobte Kräfte. Aber auch zwei neue Spieler sind dabei: Benjamin Lauth von München 1860 und Tobias Rau vom VfL Wolfsburg.

          Mit zwei neuen Gesichtern und nur noch 14 Vize-Weltmeistern startet die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins neue Länderspiel-Jahr. Teamchef Rudi Völler berief am Donnerstag die 21 Jahre alten Benjamin Lauth (TSV 1860 München) und Tobias Rau (VfL Wolfsburg) in sein 20-köpfiges Aufgebot für das Testspiel gegen Spanien am Mittwoch (21.30 Uhr/ARD) in Palma de Mallorca.

          Dagegen müssen der Stuttgarter Torjäger Kevin Kuranyi und Lauths Sturmpartner Markus Schroth weiter auf ihre erste Bewährungschance in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) warten.

          „Kuranyi ist auch nah dran“

          „Es war eine hauchdünne Entscheidung. Kuranyi ist auch ganz nah dran, aber man kann nicht nur mit jungen Spielern antreten. So haben wir die richtige Mischung aus jugendlichem Elan und einer gewissen Erfahrung“, sagte Völler, der wegen dichten Schneetreibens erst mit zweistündiger Verspätung von seiner Stippvisite in München bei der Pressekonferenz in der Frankfurter DFB-Zentrale eintraf. Zugleich kündigte er an, dass den beiden Youngstern mehr als nur ein Schnupperkurs bevorsteht: „Die Chancen auf einen Einsatz sind gut.“

          Der Vollzug des Umbruchs, den er nach der 1:3-Niederlage im letzten Länderspiel gegen die Niederlande angekündigt hatte, wurde Völler durch (un-)glückliche Umstände leicht gemacht. Denn mit Carsten Jancker, Christian Ziege und Gerald Asamoah meldeten sich die drei WM-Starter, die angesichts monatelanger Formkrisen oberste Streichkandidaten gewesen wären, wegen Verletzungen selbst ab.

          Nur Ricken wurde aussortiert

          So ist der Dortmunder Lars Ricken der einzige WM-Feldspieler, den Völler wegen fehlender Leistung aussortierte. Immerhin sechs Spieler sind 23 Jahre oder jünger.
          Eine Nichtnominierung der ebenfalls formschwachen Oliver Neuville und Miroslav Klose kam für Völler nicht in Frage. „Sie sind verdientermaßen dabei, auch wenn sie nicht in Top-Verfassung sind. Jeder Spieler macht irgendwann einmal eine Durststrecke durch“, sagte Völler, der noch um die grippekranken Münchner Michael Ballack und Jens Jeremies bangt. Mittelfeldstratege Dietmar Hamann, der am Mittwoch nach achtwöchiger Verletzungspause sein Comeback beim FC Liverpool gab, bleibt wegen Trainingsrückstands bei seinem Arbeitgeber.

          „Die Nominierung macht mich sehr stolz“, sagte Saison-Aufsteiger Lauth, der Völler am Vorabend mit einem sehenswerten Treffer bei der 1:4-Pokalniederlage der „Löwen“ gegen Werder Bremen von seinem Torinstinkt überzeugt hatte. Bereits beim Flutopfer-Benefizspiel kurz vor Weihnachten, das nicht als offizielles Länderspiel geführt wird, durfte er wie Rau das Nationaltrikot tragen und hatte als zweifacher Torschütze für Furore gesorgt. Mitgefühl zeigte er für seinen Sturmpartner Schroth: „Er hätte es auch verdient. Ich hätte ihn gerne dabei gehabt, weil wir uns vorne im Sturm gut verstehen.“

          Überraschung für Rau

          Den im Sommer zum FC Bayern München wechselnden Rau traf die Einladung zur Dienstreise auf die Ferieninsel nach eigener Aussage völlig unvermittelt. „Ich bin total überrascht worden. Das ist für mich eine Riesensache“, sagte der Linksfuß. Seine Nominierung, so machte Völler deutlich, hat Rau in erster Linie dem personellen Engpass auf der linken Abwehrseite zu verdanken: „Es ist schwer, dort jemanden zu finden.“

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