https://www.faz.net/-gtl-pktg

Fußball : Luxemburgo neuer Trainer bei Real Madrid

  • Aktualisiert am

Luxemburgo: Neue Energie für die Superstars? Bild: AP

Der frühere brasilianische Nationalcoach Wanderley Luxemburgo ist neuer Trainer beim spanischen Fußballmeister Real Madrid. Der 52jährige unterschrieb bei den „Königlichen“ einen Vertrag bis Juni 2006.

          1 Min.

          Eine „königliche“ Überraschung vor Silvester: Real Madrid hat den früheren brasilianischen Nationalcoach Wanderley Luxemburgo als neuen Trainer verpflichtet. Der 52jährige soll den kriselnden Superstars um Ronaldo und David Beckham Beine machen, die in der spanischen Fußball-Liga als Fünfter 13 Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Barcelona zurückliegen.

          Luxemburgo, der vor zwei Wochen mit dem FC Santos brasilianischer Meister geworden war, erhielt bei Real nach eigenen Angaben einen Vertrag bis Juni 2005. „Für mich geht der Traum meines Lebens in Erfüllung“, freute sich der Brasilianer am Donnerstag bei seiner Ankunft in Madrid. „Meine Verpflichtung ging ganz schnell über die Bühne.“ Luxemburgo trat die Nachfolge von Mariano García Remón an, der es nur gut drei Monate auf dem „Schleudersitz“ des Real-Trainers ausgehalten hatte. Der bisherige Coach hatte mit Real nur knapp das Achtelfinale der Champions League erreicht und zuletzt bei einer 0:1-Heimniederlage gegen den FC Sevilla den Kredit bei den Fans verspielt.

          Der vierte Trainer

          Luxemburgo ist nach Carlos Queiroz, José Antonio Camacho und García Remón bereits der vierte Trainer der Madrilenen im Jahr 2004. In Brasilien wird er mit fünf Meisterschaften als der erfolgreichste Vereinstrainer geführt. Ihm fehlt jedoch - abgesehen von einem Intermezzo in den 80er Jahren in Saudi-Arabien - jede Auslandserfahrung. Als brasilianischer Nationaltrainer konnte er sich von 1998 bis 2000 nur zwei Jahre im Amt behaupten. Nach einer Serie peinlicher Niederlagen ging er gar als der „unbeliebteste Coach aller Zeiten“ in die Geschichte der „Selecção“ ein. Nach dem Scheitern von Brasiliens Olympiaauswahl 2000 in Sydney wurde er entlassen. Obendrein folgte ein Gerichtsverfahren wegen Steuerhinterziehung.

          Die erste Amtshandlung

          Bei Real war die Verpflichtung des Brasilianers die erste Amtshandlung des neuen Managers Arrigo Sacchi. Der Italiener hatte gerade erst sein Amt angetreten und García Remón das Vertrauen ausgesprochen. In Madrid wird nun darüber spekuliert, ob Luxemburgo vom FC Santos den - von Real umworbenen - Jungstar Robinho mitbringen kann. „Luxemburgo ist für Real der beste Trainer, den man sich vorstellen kann“, schwärmte Linksverteidiger Roberto Carlos. „Mit ihm wird bei uns der richtige Fußball Einzug halten.“ Der neue Coach steht bei Real vor der Aufgabe, die zuletzt müde und ausgebrannt wirkenden Superstars wie Ronaldo, Beckham, Zinedine Zidane oder Raúl zu neuem Leben zu erwecken. Real-Präsident Florentino Pérez verlangte von den „Galaktischen“: „Im neuen Jahr müssen sie sich auf dem Platz zerreißen und um ihr Leben spielen.“

          Weitere Themen

          Liverpool marschiert weiter Richtung Titel

          Premier League : Liverpool marschiert weiter Richtung Titel

          Auch in Wolverhampton behält Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool eine weiße Weste. Ein früherer Bundesliga-Spieler macht den entscheidenden Treffer. Für die „Reds“ ist es der 22. Sieg im 23. Spiel.

          Borussias neuer „Heiland“? Video-Seite öffnen

          Haaland vor Heimdebüt : Borussias neuer „Heiland“?

          Der junge Stürmer aus Norwegen wird von vielen BVB-Fans beim öffentlichen Training beobachtet – sein Debüt am Wochenende hat große Hoffnungen geweckt. Ist Erling Haaland der neue „Heiland“ für die Borussia?

          Topmeldungen

          Gefeiert wie ein Popstar: Heinz-Christian Strache am Donnerstagabend in Wien.

          Strache-Auftritt in Wien : „Hier steht das Original“

          Heinz-Christian Strache will in Österreich mit einer neuen „Bürgerbewegung“ in die Politik zurückkehren und seiner früheren Partei FPÖ das Leben schwer machen. Doch noch lässt er seine Anhänger zappeln – und vermeidet Festlegungen.

          Überfüllte Kliniken in China : Ein Patient alle drei Minuten

          Überfüllte Kliniken, gewalttätige Angehörige, Arztkosten als Existenzbedrohung, Menschen, die sich selbst ein Bein amputieren – und nun auch noch ein unbekannter Virus: In China sollte man besser nicht krank werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.