https://www.faz.net/-gtl-adpkr

Tweet von Rashford im Wortlaut : „Ich werde stark zurückkommen“

  • Aktualisiert am

Das Wandgemälde von Marcus Rashford in Manchester Bild: AP

Mit emotionalen und beeindruckenden Worten hat sich Marcus Rashford an die Briten und seine Anhänger gewendet. Er werde immer der Junge aus Whitington, Manchester, bleiben. Lesen Sie hier sein komplettes Statement.

          2 Min.

          Marcus Rashford, einer der drei englischen Spieler, denen am Sonntag im EM-Finale ihr Elfmeter missglückte, hat sich mit einer starken Botschaft gegen rassistische Beleidigungen verwahrt und denen gedankt, die ihn trösteten. Kinder aus seinem Heimatort Whitington überklebten zum Beispiel die Schmierereien auf einem Wandgemälde von ihm mit Herzchen und Briefchen. Er unterschrieb mit seinen Initialen und der Rückennummer bei Manchester United. Hier der Tweet:

          „Ich weiß nicht einmal, wo ich anfangen soll und wie ich es in Worte fassen soll, wie ich mich genau jetzt fühle. Ich hatte eine schwierige Saison, ich denke, das konnte jeder genau sehen, und deshalb bin ich wohl mit einem Mangel an Selbstvertrauen in dieses Finale gegangen. Ich hatte bei Elfmetern immer großes Zutrauen zu mir selbst, aber etwas fühlte sich nicht ganz richtig an. Auf dem Weg zum Ball nahm ich mir ein bisschen Zeit, unglücklicherweise erzielte ich nicht das Ergebnis, das ich wollte.

          Ich fühlte mich, als hätte ich meine Mannschaftskollegen im Stich gelassen. Ich fühlte mich, als hätte ich jeden im Stich gelassen. Ein Elfmeter war alles, was von mir als Beitrag für das Team verlangt wurde. Ich kann Elfmeter im Schlaf, also warum nicht diesen? Es läuft wieder und wieder in meinem Kopf ab, seit ich den Ball getreten habe, und es gibt wahrscheinlich kein Wort, um zu beschreiben, wie sich das anfühlt. Finale. 55 Jahre. Ein Elfmeter. Geschichte. Ich kann nur sagen: Sorry. Ich wünschte, es wäre anders gelaufen. Während ich immer wieder sorry sage, möchte ich meinen Teamkollegen etwas zurufen. Das Camp in diesem Sommer war eines der besten, die ich je erlebt habe, und ihr habt alle eine Rolle darin gehabt. Eine unzerbrechliche Bruderschaft ist entstanden. Euer Erfolg ist mein Erfolg. Euer Misserfolg ist meiner.

          Ich bin in einen Sport hineingewachsen, wo ich darauf gefasst bin, dass über mich geschrieben wird. Sei es über die Farbe meiner Haut, wo ich aufgewachsen bin, oder, zuletzt, wie ich die Zeit abseits des Spielfelds verbringe. Ich kann Kritik an meiner Leistung den ganzen Tag vertragen, mein Elfmeter war nicht gut genug, er hätte reingehen sollen, aber ich werde mich nie dafür entschuldigen, wer ich bin und woher ich gekommen bin. Ich habe mich nie stolzer gefühlt als mit den drei Löwen auf meiner Brust, während ich sah, wie meine Familie mir in einer Menge von Zehntausenden zujubelte. Ich habe von solchen Tagen geträumt.

          Die Botschaften, die ich heute bekommen habe, haben mich überwältigt, die Reaktion in Whitington hat mich fast zu Tränen gerührt. Die Gemeinschaft, die mich immer in die Arme geschlossen hat, hält mich weiter fest. Ich bin Marcus Rashford, 23 Jahre alter schwarzer Mann aus Withington, Wythenshawe, South Manchester. Wenn ich nichts anderes habe, so habe ich doch das. Danke für alle freundlichen Botschaften. Ich werde stark zurückkommen. Wir werden stärker zurückkommen. MR10.“

          Weitere Themen

          „Er wirkte etwas geschockt“

          Ehnings Sturz in Aachen : „Er wirkte etwas geschockt“

          Die deutschen Springreiter wollten im Nationenpreis den Heimsieg. Doch der Sturz von Marcus Ehning macht die Hoffnung zunichte. So ist der positive Ärztebericht für Pferd und Reiter der einzige Trost.

          Pfiffe, Jubel, Bierbecher

          Özils Rückkehr : Pfiffe, Jubel, Bierbecher

          Erstmals seit seinem Rücktritt aus dem Nationalteam spielt Mesut Özil wieder in Deutschland. Der Offensivmann schießt ein Tor für Fenerbahce, erlebt in Frankfurt aber nicht deshalb viel Abneigung.

          Topmeldungen

          Hauptbaustelle Digitalisierung: Der Turm der Commerzbank in Frankfurt

          Geldhaus im Wandel : Die Dauerbaustelle Commerzbank

          In der Commerzbank ist mal wieder Stühlerücken angesagt: Zwei neue Vorstände sollen es nun richten. Ob das hilft, ist völlig ungewiss.
          Das Ziel heißt immer noch Kanzleramt: Annalena Baerbock lässt sich von den Umfragen nicht entmutigen.

          ZDF-Wahlsendung „Klartext“ : Baerbock spielt noch auf Sieg

          Mal pariert die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock geschickt, mal weicht sie aus. Und Peter Frey und Bettina Schausten unterziehen das grüne Wahlprogramm einem harten Praxistest.
          Arbeiter übermalen ein Bild des inhaftierten Kreml-Kritikers Nawalnyj.

          Duma-Wahl in Russland : Doppelgänger für den Sieg

          Russlands Machthaber wollen den Erfolg bei der Duma-Wahl sichern. Mit Tricks und Unterdrückung gehen sie gegen die Opposition vor. Die kann aber doch einen Erfolg vorzeigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.