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Stimmen zur EM-Verschiebung : „Wir Finnen haben über 80 Jahre darauf gewartet ...“

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Leverkusens Torwart Lukas Hradecky freut sich auf die EM – dann halt ein Jahr später. Bild: dpa

Die Verschiebung der EM um ein Jahr auf 2021 wird in Fußball-Europa einhellig begrüßt. Die Uefa erhält für ihre Entscheidung in der Corona-Krise Lob. Und ein Torwart nimmt die Sache auch mit ein wenig Humor.

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          Die Fußball-EM wird verschoben. Wegen der Coronavirus-Pandemie findet das Turnier nicht im Sommer 2020, sondern ein Jahr später statt. Das Verständnis für die Entscheidung der Europäischen Fußball Union Uefa ist groß.

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          Aleksander Ceferin (Uefa-Präsident): „Es war wichtig, dass die Uefa als Dachverband des europäischen Fußballs den Prozess anführte und das größte Opfer brachte. Die Verschiebung der Euro 2020 ist für die Uefa mit enormen Kosten verbunden, aber wir werden unser Bestes tun, um sicherzustellen, dass die lebenswichtige Finanzierung des Breiten- und Frauenfußballs und die Entwicklung des Spiels in unseren 55 Ländern nicht beeinträchtigt wird.“

          Fritz Keller (DFB-Präsident): „Die Kolleginnen und Kollegen der Uefa, denen wir uns nicht zuletzt als Ausrichter der Europameisterschaft 2024 besonders verbunden fühlen, sind heute ihrer Verantwortung gerecht geworden. (...) Es gibt keine Alternative zur Verschiebung der Europameisterschaft.“

          Oliver Bierhoff (DFB-Direktor Nationalmannschaften und Akademie): „So gerne wir nun gegen Italien und Spanien, insbesondere aber die Euro 2020 im Sommer mit unserer jungen Mannschaft und den drei tollen Heimpartien in München gespielt hätten, so alternativlos sind diese Entscheidungen im Moment.“

          Joachim Löw (Bundestrainer): „Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die Euro zu verschieben. Unsere Nationalspieler (...) hätten natürlich wahnsinnig gerne die Euro im Sommer gespielt, was sie sich auch erarbeitet hatten. Jeder Sportler lebt doch für diese großen Spiele, für diese großen Turniere, die ein Land, einen ganzen Kontinent oder bei Weltmeisterschaften die ganze Welt begeistern.“

          Die Mannschaft: „Wir alle müssen die Gesundheit und das Leben von Menschen schützen, das gilt selbstverständlich auch für den Fußball. Deshalb ist es völlig richtig und alternativlos, die @EURO2020 zu verschieben und die Länderspiel-Phase abzusagen.“

          Philipp Lahm (Geschäftsführer der DFB Euro GmbH): „Die Verlegung der Euro 2020 ist unter den gegebenen Umständen ein richtiger und konsequenter Schritt. Wir alle lieben den Fußball. Aber im Angesicht der Pandemie müssen wir neue Schwerpunkte setzen. Die Gesundheit der Menschen ist das höchste Gut. Wir müssen es gemeinsam schützen.“

          Didier Deschamps (Nationaltrainer von Weltmeister Frankreich): „Es ist eine kluge Entscheidung angesichts der Verwüstungen, die Covid-19 in der ganzen Welt anrichtet. Jetzt brauchen wir mehr denn je ein Gefühl für Prioritäten, Verantwortung und Bürgersinn. Das einzige Spiel, das wir gewinnen können, ist das, das wir derzeit gegen das Coronavirus spielen.“

          Leo Windtner (Präsident des Österreichischen Fußball-Bundes): „Der ÖFB begrüßt diese Entscheidung, im Zuge derer die Uefa klares Leadership bewiesen hat. Die Solidarität der Fußballfamilie in dieser Situation zeigt, dass im Moment andere Dinge Priorität haben. Die Gesundheit aller Menschen steht jetzt im Vordergrund.“

          Martin Kind (Klubchef Hannover 96): „Die Entscheidung der DFL am Vortag, die Saison auf jeden Fall zu Ende spielen zu wollen, war notwendig und sinnvoll. Das gilt auch für den heutigen Entschluss der Uefa, das EM-Turnier zu verschieben. Die nationalen Ligen erhalten dadurch den zeitlichen Spielraum, den sie dringend benötigen.“

          Rudi Völler (Sport-Geschäftsführer bei Bayer Leverkusen): „Die Verschiebung der Euro 2020 um ein Jahr ist absolut angemessen und sinnvoll. So erhalten die nationalen Ligen zeitliche Optionen, um ihre Wettbewerbe möglichst auf sportlicher Basis fair und unter gleichen Bedingungen für alle zu beenden. Mit dieser vernünftigen Entscheidung der Uefa haben die Klubs sowie die nationalen und internationalen Verbände - immer unter Berücksichtigung der alles bestimmenden gesundheitspolitischen Lage - den zwingend notwendigen Handlungsspielraum für die laufenden Wettbewerbe erhalten.“

          Lukas Hradecky (Nationaltorhüter Finnlands und von Bayer Leverkusen): „Wir Finnen haben über 80 Jahre darauf gewartet, an einer Endrunde eines großen Fußball-Turniers teilzunehmen. Da kommt es auf ein paar Monate nicht an, bis unser und mein persönlicher EM-Traum in Erfüllung geht. Natürlich steht auch in dieser Frage die Gesundheit an erster Stelle.“

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