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Proteste bei Fußball-EM : Keine Politik im Stadion!

  • -Aktualisiert am

Wer entscheidet, welche Äußerung als zu politisch abgelehnt werden muss und welche nicht? Hier knien Spieler von West Bromwich Albion. Bild: dpa

Die Auseinandersetzung um das ukrainische EM-Trikot zeigt: Nur das strikte Verbot politischer Botschaften bei Wettkämpfen schützt den Sport vor Entwertung.

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          Mancherorts gibt es inzwischen sogar Buhrufe, wenn Sportler sich beim Abspielen ihrer Nationalhymne niederknien. Zuletzt machten die englische und die irische Fußball-Nationalmannschaft diese Erfahrung bei Testspielen vor der Europameisterschaft. Es schätzt eben nicht jeder, der sich ein Fußballspiel ansehen will, wenn ihm zur Begrüßung erst mal eine politische Meinungsäußerung untergejubelt wird. Auch wenn sie von vernünftigen Menschen so leicht zu unterschreiben ist wie der allgemeine Protest gegen Rassismus.

          Fußball-EM

          Auch während der Europameisterschaft will die englische Mannschaft vor ihren Spielen niederknien. Sie wird wahrscheinlich immer noch vorwiegend Zustimmung ernten, ohne einen Preis dafür zahlen zu müssen, denn die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat’s erlaubt. Macht ja nichts. Dort ist man auch gegen Rassismus.

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