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Letzter EM-Test : Ohne Lewandowski hat Polen nichts zu bieten

  • Aktualisiert am

Schneller, aber nicht schnell genug: Polen spielt gegen Litauen nur 0:0 Bild: Reuters

Gegen Litauen kommt Polen ohne den Superstar vom FC Bayern nur zu einem torlosen Remis. Für Italien läuft es gegen Finnland besser. Und EM-Neuling Island freut sich über einen hohen Sieg.

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          Ohne Robert Lewandowski hat Deutschlands Gruppengegner Polen eine durchwachsene Generalprobe für die Fußball-Europameisterschaft abgeliefert. In ihrem letzten Testspiel vor der Abreise nach Frankreich kam die Mannschaft von Nationaltrainer Adam Nawalka am Montagabend in Krakau nicht über ein torloses Unentschieden gegen Litauen hinaus.

          Nawalka nutzte die Partie, um seinem Kader Spielpraxis zu geben. Im Tor zum Beispiel durften statt Wojciech Szczesny vom AS Rom je eine Halbzeit Artur Boruc und Lukasz Fabianski ran. Nach seiner Knieverletzung meldete sich Mittelfeldspieler Grzegorz Krychowiak mit einem Einsatz über 85 Minuten endgültig EM-fit. Der etatmäßige Kapitän Lewandowski und auch der Dortmunder Lukasz Piszczek kamen nicht zum Einsatz. Der vom BVB an den AC Florenz ausgeliehene Jakub Blaszczykowski wurde rund 15 Minuten vor dem Abpfiff ausgewechselt.

          Immobile stürmt für Italien

          Die Polen reisen am Dienstag in ihr EM-Stammquartier nach La Baule. Bei der Endrunde vom 10. Juni bis 10. Juli treffen sie in der Gruppe C am 12. Juni (18 Uhr / Live in der ARD und im EM-Liveticker auf FAZ.NET) in Nizza zunächst auf Nordirland, ehe Deutschland und die Ukraine warten.

          Ihren letzten Test gewonnen hat dagegen die italienische Nationalelf. Das Team von Trainer Antonio Conte siegte am Montagabend in Verona mit 2:0 (1:0) gegen das nicht für die EM qualifizierte Finnland. Mittelfeldspieler Antonio Candreva brachte die Gastgeber per Foulelfmeter in Führung (27. Minute), der eingewechselte Daniele De Rossi erhöhte im zweiten Durchgang nach Flanke von Candreva per Kopf (71.).

          Eine Woche vor dem EM-Auftakt gegen Mitfavorit Belgien zeigte sich Italien gegen die Finnen im Vergleich zu den letzten Auftritten deutlich verbessert. Der viermalige Weltmeister hatte den relativ harmlosen Gegner weitgehend im Griff und hätte auch höher gewinnen können. Im Angriff setzte Conte dieses Mal auf den früheren Dortmunder Ciro Immobile und Simone Zaza von Juventus Turin. Italien bezieht am Mittwochabend sein EM-Quartier in Montpellier. Nach dem Auftakt gegen Belgien trifft die Squadra Azzurra in der schweren Gruppe E noch auf Schweden (17. Juni) und Irland (22. Juni).

          Dazu hat der Augsburger Stürmer Alfred Finnbogason im letzten EM-Test des isländischen Nationalteams einen Treffer zum klaren Sieg über Liechtenstein beigesteuert. In Reykjavik setzte sich der EM-Debütant am Montagabend mit 4:0 (3:0) gegen die Nummer 168 der Fifa-Weltrangliste durch. Neben Finnbogason (40. Minute) trafen auch Kolbeinn Sigthorsson (10.), Birkir Saevarsson (20.) und Eidur Gudjohnsen (82.) für Island. Bei der EM in Frankreich treffen die Insulaner in Gruppe F auf Österreich, Ungarn und Portugal.

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