https://www.faz.net/-gtl-8i4hh

Müller lobt Özil und Boateng : „Mehr deutsch geht kaum“

  • Aktualisiert am

Die Mannschaft: Deutsch von der Abwehr bis zum Sturm Bild: dpa

Er trägt einen Namen, der Alexander Gauland an Fußball-Deutschland vor 60 Jahren erinnert. Doch Nationalspieler Thomas Müller kann mit den Äußerungen des AfD-Vizes nichts anfangen.

          Zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft hat Nationalspieler Thomas Müller die multikulturelle Vielfalt der DFB-Auswahl gelobt. „Ich habe früh gemerkt, wie wichtig es ist, dass Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenkommen und an einem Strang ziehen“, sagte der 26-Jährige der „Welt am Sonntag“.

          „Nur so funktioniert es. Auch die Nationalmannschaft besteht ja längst nicht mehr nur aus Müllers und Neuers, sondern auch aus Özils oder Khediras. Trotzdem ist und bleibt es die deutsche Nationalmannschaft.“

          Auf die Äußerung von AfD-Vize Alexander Gauland, die Nationalmannschaft sei schon lange nicht mehr deutsch, reagierte Müller mit Unverständnis. „Dann hat er eine andere Definition davon als ich. Ich finde, Spieler wie Mesut oder Jérôme sind in Deutschland geboren und aufgewachsen. Mehr deutsch geht kaum“, sagte der Profi von Bayern München.

          Lob gibt es vom Nationalspieler für die Art und Weise, wie viele Menschen in Deutschland die aktuellen Flüchtlingsfragen angehen. „Ich finde, wie bislang mit der Problematik umgegangen wird, das verdient Respekt. Und damit meine ich nicht nur Entscheidungen der Politik, sondern auch, wie viele Menschen helfen und versuchen, das Problem durch Anpacken zu lösen und nicht durch Jammern“, sagt der Weltmeister von 2014.


          EM-News über Facebook-Messenger

          Sie wollen EM-News über den Facebook-Messenger erhalten? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Service.

          So geht’s!

          Müller, der in der bayerischen 2500-Einwohner-Gemeinde Pähl geboren und aufgewachsen ist, sieht aber auch die andere Seite der Integration. „Auch die deutschen Traditionen und die Sprache sollten respektiert werden“, unterstrich er. „Es ist auch ein gewisser Aufwand nötig, um sich harmonisch in die Gesellschaft einzugliedern. Das sollte man erwarten können.“

          Weitere Themen

          Kältekammer für müde Pferdebeine Video-Seite öffnen

          Cryotherapie : Kältekammer für müde Pferdebeine

          Auch Rennpferde sind Hochleistungssportler. Was bei den Menschen das Eisbad nach einem harten Training ist, ist für Pferde neuerdings die Cryokammer. Die Tiere werden in einen Behälter geführt, in dem die Temperatur auf -140 C° heruntergekühlt wird.

          Topmeldungen

          Ein Straßenschild mit der Aufschrift „Willkommen in Nordirland“ steht am Straßenrand an der Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland.

          Brexit-Streit : Auf gar keinen Fall Kontrollen

          Boris Johnson und die EU sind sich zumindest in einem Punkt einig: Grenzkontrollen zwischen Irland und Nordirland dürfen nicht sein. Doch wie soll das ohne Backstop-Klausel gehen?

          Nach Contes Rücktritt : Linke Regierung in Rom möglich

          Die Sozialdemokraten und die Fünf-Sterne-Bewegung erwägen eine gemeinsame Regierungsarbeit – unter fünf Bedingungen. Staatspräsident Mattarella hat für Dienstag die nächsten Konsultationen angesetzt.

          F.A.Z.-Umfrage zur Lage in Hongkong : Deutsche Unternehmen meiden klare Worte

          Joe Kaeser mahnt gewaltfreien Dialog und Einhaltung des geltenden Rechts in Hongkong an. Viele deutsche Konzerne sind besorgt, drucksen aber herum – sie haben Milliarden in China investiert.
          Der gemeinnützige Verein Deutsches Tagebucharchiv e. V hat seinen Sitz in Emmendingen, einer Stadt im Südwesten Baden-Württembergs.

          Erinnerungen : Einblicke in die deutsche Seele

          Das Deutsche Tagebucharchiv sammelt Lebenserinnerungen und Briefe jeglicher Art – von ganz gewöhnlichen Menschen. Es sind faszinierende Dokumente,die die Vergangenheit spürbar machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.