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Nach EM-Aus : Löw will Nationalteam zur WM in Russland führen

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Joachim Löw will offenbar bis zur WM 2018 deutscher Nationaltrainer bleiben. Bild: AFP

Fünf Tage nach dem Aus bei der Fußball-EM hat sich Joachim Löw entschieden, auch künftig das deutsche Nationalteam zu trainieren. Nach der Niederlage gegen Frankreich hatte sich der Bundestrainer einige Tage Bedenkzeit erbeten.

          Joachim Löw will auch künftig die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trainieren und zur Weltmeisterschaft nach Russland in zwei Jahren führen. Das gab der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag auf seiner Internetseite bekannt. Der Bundestrainer habe sich in den vergangenen Tagen dazu entschieden, seinen bis einschließlich 2018 laufenden Vertrag trotz des Ausscheidens im EM-Halbfinale gegen Frankreich zu erfüllen.

          Laut der Mitteilung haben sich Löw und DFB-Präsident Reinhard Grindel in einem Telefonat am Dienstagvormittag darauf verständigt, den Blick gemeinsam auf die WM in Russland zu richten. „Ich bleibe bei dem, was ich vor und während des Turniers immer wieder betont habe: Jogi Löw ist der beste Trainer für diese Mannschaft. Er hat unser uneingeschränktes Vertrauen und wir sind sicher, mit ihm an der Spitze auch in Zukunft erfolgreichen Fußball zu spielen“, sagte Grindel.

          Ungebrochene Freude

          Und Löw erklärte: „Für mich steht fest: Trotz unserer Enttäuschung hat die Mannschaft nicht enttäuscht. Sie war die jüngste Mannschaft im Turnier, ich sehe nach wie vor großes Potenzial. Ich bin sicher, sie wird uns noch viel Freude bereiten, so dass auch meine Freude weiterhin ungebrochen groß ist, mit diesen Spielern zu arbeiten und sie mit Blick auf die WM 2018 in Russland weiter zu entwickeln.“

          Nach der 0:2-Niederlage in Marseille hatte Löw zunächst alle Fragen hinsichtlich seiner Zukunft im Trainerteam des DFB abgeblockt und erklärt, sich einige Tage zurückziehen und dann eine Entscheidung treffen zu wollen. Damals hatte der 56-Jährige angekündigt, nach der Rückkehr nach Deutschland zunächst seine Assistenztrainer und einige Spieler kontaktieren zu wollen, um mit ihnen das Turnier aufzuarbeiten.

          Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatte Löw im ZDF, auf die Frage, ob er beim ersten Testspiel der neuen Saison – Ende August gegen Finnland – auf der Bank sitzen würde, geantwortet: „Ich denke mal.“ Löw hatte die EM in Frankreich ohnehin als eine Zwischenetappe auf dem Weg nach Russland bezeichnet. Schon zum Jahreswechsel 2015/16 benannte er seine weitere und zugleich wichtigste Mission deutlich: „Ich glaube, dass es etwas ganz, ganz Besonderes ist, wenn wir es schaffen würden, den Weltmeistertitel zu verteidigen. Das hat noch keine deutsche Mannschaft in der Geschichte geschafft.“

          Löw ist seit 2006 verantwortlicher Cheftrainer der deutschen Nationalmannschaft. Seit 2004 arbeitet er für den DFB, zunächst als Assistent des damaligen Bundestrainers Jürgen Klinsmann. Im Anschluss an das Testspiel gegen Finnland am 31. August startet das Weltmeister-Team mit einem Auswärtsspiel in Oslo gegen Norwegen in die Qualifikation für die WM in Russland. Doch bis zum nächsten großen Turnier ist der Weg weit und steinig. Neben den Norwegern sind Tschechien, Nordirland, Aserbaidschan und San Marino weitere Gegner. Nur der Gruppenerste löst direkt das WM-Ticket.

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