https://www.faz.net/-gtl-8ies8

Nach 0:0 gegen Österreich : Weltweite Häme für Ronaldo

  • Aktualisiert am

Etwas schreckhaft: Es war einfach nicht der Abend von Cristiano Ronaldo Bild: dpa

Cristiano Ronaldo und die EM 2016 – das ist bislang keine Erfolgsgeschichte. Nach seinen vergebenen Chancen beim Remis der Portugiesen gegen Österreich ist der Superstar untröstlich. Doch sein Nationaltrainer blickt bereits nach vorn.

          1 Min.

          Der Satz zum Spiel kam von Österreichs überragendem Torwart. „Zum Glück hat Ronaldo den Elfer an die Stange gemacht“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi Robert Almer nach dem äußerst glücklichen 0:0 seines Teams bei der Fußball-EM gegen Portugal.

          Superstar Cristiano Ronaldo verschoss in diesem einseitigen Spiel im Pariser Prinzenpark aber nicht nur einen Strafstoß (79.). Er vergab auch noch mindestens fünf weitere aussichtsreiche Gelegenheiten. 23:3 Torschüsse für Portugal notierte die Statistik am Samstagabend. Dass dabei kein einziger Treffer heraussprang und dafür hauptsächlich Ronaldo verantwortlich war, brachte dem 31 Jahre alten Stürmer von Real Madrid weltweit ähnlich viel Häme ein wie seine abschätzigen Äußerungen nach dem enttäuschenden 1:1 zum Auftakt gegen Island.

          „CRZero“ (CRNull), titelte etwa die brasilianische Zeitung „Globo“. Ronaldo selbst sagte nur: „So ist Fußball. So haben wir uns das nicht vorgestellt.“ Dass er am Samstag mit jetzt 128 Länderspielen zum alleinigen Rekordhalter seines Landes aufstieg und mit 16 Einsätzen auch in der EM-Historie zu dem Franzosen Liliam Thuram sowie dem Niederländer Edwin van der Sar aufschloss, war für ihn kein Trost.

          Neben dem fast schon obligatorischen Hype um Ronaldo ging beinahe unter, dass beide Teams nach dieser Nullnummer immer noch die Chance haben, das Achtelfinale der Euro zu erreichen. Portugal ist mit zwei Punkten aktuell nur Gruppendritter, hat aber im letzten Spiel gegen Ungarn am Mittwochabend weiter alles in der eigenen Hand. Sogar der Gruppenletzte Österreich kann mit einem Sieg gegen Island noch auf Platz zwei springen - falls Portugal abermals nicht gewinnt.

          Und was war das? Cristiano Ronaldo trifft alles, aber nicht ins Tor.
          Und was war das? Cristiano Ronaldo trifft alles, aber nicht ins Tor. : Bild: dpa

          „Jetzt haben wir unser Finale gegen Island“, sagte David Alaba vom FC Bayern. „Wir wollen unbedingt weiterkommen, das ist unser großes Ziel. Und dafür werden wir alles tun. Ich denke, dass wir mit diesem Punkt sicherlich glücklicher sein können als die Portugiesen.“

          Schiedsrichter Rizzoli (links) und Portugals Quaresma haben sich einiges zu sagen.
          Schiedsrichter Rizzoli (links) und Portugals Quaresma haben sich einiges zu sagen. : Bild: AFP

          Aber auch deren Trainer Fernando Santos lenkte den Blick schnell nach vorn. „Das war heute nicht das Ergebnis, das wir wollten. Das Ergebnis ist nicht verdient, es ist auch nicht fair“, meinte er. „Aber wir haben jetzt keine Zeit, uns weiter damit zu beschäftigen, Wir haben jetzt am 22. Juni ein richtiges Endspiel gegen Ungarn. Nur darauf müssen wir uns konzentrieren. Wenn wir das gewinnen, wird das Team daran wachsen, da bin ich mir sicher.“

          Die erste gute Chance hatte Österreich durch Harniks Kopfball.
          Die erste gute Chance hatte Österreich durch Harniks Kopfball. : Bild: dpa

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Rettungskräfte in der südisraelischen Stadt Sderot versorgen eine Frau nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen am 12. Mai

          Angriffe in Israel und Gaza : Wenn man die Angst hören kann

          Die Heftigkeit der Angriffe der Hamas und des israelischen Militärs, aber auch der Gewalt in Israel selbst haben viele überrascht. Und alle fragen sich: Wird diese „Runde“ bald vorüber sein und wird sich etwas ändern?
          Winfried Kretschmann bei der Vereidigung zum Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg am 12. Mai im Stuttgarter Landtag

          Grün-schwarzes Bündnis : Stresstest in Stuttgart

          Winfried Kretschmanns zweite Koalition mit der CDU soll kooperativer werden als die erste. Das wird schwierig, denn es gibt einen eingebauten Großkonflikt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.