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Politik im Fußball : Wenn der Hass geweckt wird

  • -Aktualisiert am

Aufgeheiztes Duell: Deutschland bei der WM 1958 in Schweden. Bild: Picture-Alliance

Die Schlacht von Göteborg 1958 war ein Musterbeispiel für die Politisierung des Fußballs. Auch heute gilt: Egal, mit welcher Botschaft er sich in seiner aggressiven Beschränktheit auflädt, es ist die falsche.

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          In diesen Tagen, da Fußball-Deutschland sich berufen fühlt, dem Rest des Kontinents zu erklären, wie er zu denken und zu fühlen hat, sei an ein denkwürdiges Spiel erinnert. Es ist als Schlacht von Göteborg in die Geschichte eingegangen, als ein Desaster und Musterbeispiel dafür, welcher Hass entfesselt werden kann, wenn der Fußball politisch wird.

          Fußball-EM

          Als 1958 in Schweden die Fußball-WM abgehalten wurde, lag das Ende des Zweiten Weltkriegs zwar erst 13 Jahre zurück. Deutschland, das Land der Massenmörder, war aber vier Jahre vorher als Fußball-Weltmeister „wieder wer“ geworden. Darum wohl erdreisteten sich Politiker der Regierungspartei in Bonn zu sagen, man sei nun im Begriff, „den dritten Weltkrieg auf dem Fußballplatz zu gewinnen“.

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