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Hitze in Budapest : Ein Gegner, dem sogar Frankreich unterlegen war

Giroud und Griezmann nach dem 1:1 gegen Ungarn. Bild: Reuters

Bis 36 Grad wurden beim Spiel Frankreichs in Ungarn gemessen: ein für den Weltmeister sehr hoher Wert. Trainer Didier Deschamps sagt: „Die Temperatur hatte mehr Einfluss auf uns als auf den Gegner.“

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          Am Tag vor dem Spiel, als seine Mannschaft in der Mittagssonne in Budapest trainierte, konnte Didier Deschamps einen Gegner beobachten, dem sogar seine Superathleten unterlegen waren. Es sei so heiß gewesen, sagte der Trainer der französischen Fußballnationalmannschaft, dass seine Spieler sofort aus der Puste gewesen seien. Und spätestens als sie auch am Tag danach in der Hitze der Puskás Arena, wo laut Deschamps 35 bis 36 Grad gemessen wurden, immer wieder nach Trinkpausen fragten, muss er geahnt haben, dass das eigentlich nicht gutgehen kann.

          Fußball-EM
          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Am Samstagnachmittag ist es für Frankreich, den Weltmeister, der nun Europameister werden will, dann auch nicht gutgegangen. Auf das 1:0 gegen Deutschland in München folgte nur ein 1:1 gegen Ungarn in Budapest. Ein Punkt, den Antoine Griezmann mit seinem Tor in der 66. Minute sicherte. Er reichte aber nicht, um sich schon vorzeitig für das Achtelfinale zu qualifizieren, auch wenn die Ausgangslage vor dem dritten Spiel gegen Portugal am Mittwoch nach wie vor gut ist. „Die Temperatur hatte mehr Einfluss auf uns als auf den Gegner“, sagte Deschamps. „Ich will keine Ausreden suchen, aber das ist die Realität.“

          Es ist trotz dieser Einschätzung die vielleicht größte Überraschung der EM, dass die Ungarn gegen Frankreich nicht verloren haben. Sie rannten meistens dem Ball hinterher, aber einmal, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, entwischte Attila Fiola den Franzosen Benjamin Pavard und Raphaël Varane und hatte am Ende seines Sprints, angetrieben von 55.000 Fans, noch genug Kraft, um den Ball ins Tor zu schießen. Danach rannten er und seine Mitspieler wieder hinterher. Ihr Trainer Marco Rossi sagte: „Wir sind es gewohnt zu leiden.“

          Es hat aber nicht nur mit der Sonne zu tun, dass man die Franzosen auch nach diesem Spiel als Topfavoriten des Turniers einstufen sollte. Sie hätten das Duell nämlich für sich entscheiden können, vielleicht sogar müssen. In der ersten Halbzeit verfehlten Kylian Mbappé mit dem Kopf, und Karim Benzema mit dem Fuß das Tor nur knapp. In der zweiten Halbzeit scheiterte Ousmane Dembélé am Pfosten, und Mbappé am famosen Torhüter Péter Gulácsi. Ein weiterer Gegner, der an diesem Tag fast nicht zu besiegen war.

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