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Komplizierter EM-Modus : Alle Schweizer Wege führen von Rom weg

Schweizer Torschütze Seferovic (2.v.l.) beim Nachrechnen der Gruppenkonstellation: „Spuck’s aus, Haris“, fordert ihn Kollege Granit Xhaka (l.) auf
Schweizer Torschütze Seferovic (2.v.l.) beim Nachrechnen der Gruppenkonstellation: „Spuck’s aus, Haris“, fordert ihn Kollege Granit Xhaka (l.) auf : Bild: dpa

Weiter geht's am Abend (21.00 Uhr im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-EM in der ARD und bei MagentaTV) in Gruppe C. Hier heißt es für die Schweizer: „Daumendrücken für Dänemark“. Und das nicht etwa nur wegen der gesundheitlichen Situation des im ersten Spiel kollabierten Christian Eriksen, sondern weil die Dänen (0 Punkte/1:3 Tore) dann die Russen (3/1:3) auf niedrigem Punktniveau halten würden und somit der Gruppendritte schlechter als die Schweiz. Der schlimmste Fall wäre ein Sieg der Russen sowie ein gleichzeitiger Erfolg der Finnen (3/1:1) gegen Belgien (6/5:1). Denn dann hätten alle drei Teams sechs Punkte und der Gruppendritte wäre auf alle Fälle besser als die Eidgenossen.

Also eine Nacht in Ungewissheit schlafen und Gruppe D am Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-EM im der ARD und bei MagentaTV) abwarten: Dort wäre ein Remis zwischen Kroatien (1/1:2) und Schottland (1/0:2) das Schweizer Wunschergebnis, denn dann blieben diese beiden Mannschaften bei zwei Punkten stehen und wären auf alle Fälle schlechter.

Wenn schon unbedingt ein Team gewinnen sollte, dann bitte die Schotten, aber höchstens 1:0 oder 2:1, damit sie bei dann vier Punkten in der Tordifferenz nicht an den Schweizern vorbeiziehen würden. Gut wäre auch, wenn es zwischen Tschechien (4/3:1) und England (4/1:0) im Parallelspiel einen Verlierer gäbe – und das wiederum mit mindesten zwei (wenn England verliert) oder drei (wenn Tschechien verliert) Toren Unterschied.

Es bleibt kompliziert, aber der Mittwoch ist auch noch ein Tag, der entscheidet: Was macht eigentlich Gruppe E? Dort haben alle vier Teams noch alle Möglichkeiten, und das macht das Zuschauen (18.00 Uhr im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) nicht leichter für die Schweizer vor dem Fernseher in Rom.

Am besten wäre es für sie, wenn die Polen (1/2:3) nicht gegen die Schweden (4/1:0) gewännen und auch die Spanier (2/1:1) nicht gegen die Slowaken (3/2:2). Dann wären Polen und Spanier schlechter in der Endabrechnung. Sollten aber die Polen gewinnen, wäre ein Remis der Slowaken gegen die Spanier nicht hilfreich, denn dann hätten drei Mannschaften jeweils vier Punkte und die Suche nach dem Rechenschieber begänne von vorne.

Letzte Hoffnung deutsche Gruppe: am Mittwochabend (21.00 Uhr im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV). Klarer Auftrag an Frankreich (4/2:1) und Deutschland (3/4:3): Siege über Portugal (3/5:4) und Ungarn (1/1:4). Wahlweise könnten auch Portugal und Ungarn gewinnen, dann aber bitte deutlich. Sollten beide Spiele Unentschieden enden, wären die Schweizer im Hintertreffen – und je nachdem, was sich in den anderen vier Gruppen zugetragen hätte, ausgeschieden.

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Doch sollte die Konstellation günstig für sie ausgehen, wüssten sie keine 75 Stunden nach Abpfiff ihres eigenen Spiels, dass sie eine Zukunft haben bei diesem Turnier.  Wo diese Zukunft aber stattfindet, das ist ebenfalls noch höchst unsicher und hängt davon ab, welche Dritten aus welchen Pools letztlich die Lotterie vier aus sechs für sich entschieden haben.

Die Schweizer, sofern sie dabei sind, müssten entweder am Sonntag um 21.00 Uhr in Sevilla (im F.A.Z-Liveticker zur Fußball-EM) gegen den Sieger der Gruppe B antreten, oder am Montag um 21.00 Uhr in Bukarest gegen den Sieger der Gruppe F oder aber am Dienstag um 21.00 Uhr in Glasgow gegen den Sieger der Gruppe E. Von Rom aus alles kein Problem, denn von dort führen ja bekanntlich alle Wege irgendwohin.

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