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FAZ.NET-Übersteiger : „Wie heißt der noch gleich?“

„Bendtner ist sehr stark. Und dieser andere Typ, die Nummer neun. Wie heißt der noch gleich?“: Nani ist nicht gut auf Dänemark vorbereitet Bild: dpa

Nani zeigt vor dem EM-Spiel gegen Dänemark am Mittwoch (18.00 Uhr) gravierende Wissenslücken. Damit ist er nicht alleine. Viel teurer kam Branislav Ivanovic einst eine Unwissenheit zu stehen.

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          Vielleicht sollte sich Paulo Bento nochmal überlegen, ob er Nani an diesem Mittwoch gegen Dänemark (18.00 Uhr / Live im F.A.Z.-Ticker) spielen lässt. Der flinke Portugiese verdribbelte sich am Tag vor der Partie gehörig, als er bei der Pressekonferenz nach den besten Spielern des Gegners gefragt wurde.

          Tobias Rabe

          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          „Bendtner ist sehr stark. Und dieser andere Typ, die Nummer neun. Wie heißt der noch gleich?“, fragte der Mittelfeldspieler unsicher in die Journalistenrunde. Die dänische Tageszeitung „Jyllands-Posten“ nahm die Vorlage gekonnt auf: „Ups! Nani kennt nur Bendtner.“ Dabei sollten ihm die Dänen nicht nur vor der EM-Partie etwas sagen. Schon in der Qualifikation spielten Bendtner und Co. mit Portugal in einer Gruppe.

          Dabei ist Nani nicht der erste Fußballspieler, der eklatante Wissenslücken offenbarte. Mario Balotelli bekam einst die „Golden Boy Trophy“ als bester Jungspieler in Europa. Die Frage, die man dem selbstbewussten Italiener danach stellt, grenzte an Majestätsbeleidigung: Wer außer ihm hätte denn die Auszeichnung sonst noch verdient gehabt?

          Vielleicht der Zweitplazierte, Jack Wilshere? „Wie ist sein Name? Wil ...? Nein, ich kenne ihn nicht.“ Ob die Unwissenheit echt oder gespielt war, lässt sich bei Balotelli nie so ganz sagen. Sicher ist, dass Wilshere Stammspieler beim FC Arsenal ist und schon seit 2008 in der Premier League spielt - wie auch Balotelli.

          Darf ich mich vorstellen? Die dänische Nummer neun, Michael Krohn-Delhi, immerhin Torschütze gegen die Niederlande

          Immerhin versprach Balotelli ganz gönnerhaft: „Wenn ich das nächste Mal gegen Arsenal spiele, werde ich ein Auge auf ihn werfen. Vielleicht kann ich ihm auch die ’Golden Boy Trophäe’ zeigen und ihn daran erinnern, dass ich sie gewonnen habe.“ Wer nun denkt, schlimmer ginge es nicht, dem sei gesagt: Doch, es geht noch schlimmer.

          Zeigten Nani und Balotelli nur folgenlose Ignoranz gegenüber Gegenspielern, kam Branislav Ivanovic seine Unwissenheit teurer zu stehen. Beim Rückspiel des Halbfinales in der Champions League mit Chelsea in Barcelona sah der Serbe seine dritte Gelbe Karte im Wettbewerb - und war damit für das Finale in München gesperrt.

          Branislav Ivanovic war zwar gesperrt, aber Chelsea gewann die Champions League

          Schon das ist ärgerlich, noch ungemütlicher wird es aber, wenn man davon erst nach der Partie erfährt. Als ein Fernsehreporter Ivanovic auf sein Fehlen im Endspiel ansprach, schaute der Spieler zunächst ein wenig verdutzt. Als der Journalist ihn aufklärte, wurde der Gesichtsausdruck nicht besser. „Das habe ich nicht gewusst“, stammelte er. Hätte er mal besser mitgezählt - und sich dann zurückgehalten.

          Für Ivanovic endete die ganze Geschichte bekanntlich gut. Chelsea gewann die Champions League gegen den FC Bayern im Elfmeterschießen. Ob sich die Unwissenheit Nanis im EM-Spiel negativ auswirkt, wird sich erst am Abend zeigen. Inzwischen dürfte ihn sein Trainer aufgeklärt haben. Die Nummer neun bei Dänemark trägt Michael Krohn-Dehli - der 1:0-Torschütze im ersten Spiel gegen die Niederlande.

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