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FAZ.NET-Übersteiger : Schalalalala

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„Schalalalala“ Bild: dapd

Von „Sand in den Kopf stecken“ bis „hochsterilisieren“: Fußballersprüche bilden die Grundlage zu Fußball-Hymnen. Folgerichtig hat „Die goldene Generation“ das Beste von Lothar Matthäus und Co. stadiontauglich zusammengereimt.

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          Was hat es nicht schon für ulkige Fußball-Hymnen gegeben. Etwa Udo Jürgens mit der Nationalmannschaft von 1990: „Wir sind schon auf dem Brenner“ (der Weg über die Alpen zum Finale in Rom war gemeint). Der Song war, wie man heute sagen würde, nicht so der Burner. Und erst das Video! Pierre Littbarski sah aus, als habe er noch nie eine Gitarre gehalten, und auch Klaus Augenthaler fremdelte etwas mit der Samba-Rassel. Allerdings haben die Spieler damals noch selbst gesungen - heute traut sich das niemand mehr zu.

          Jan Wiele
          Redakteur im Feuilleton.

          Ist aber auch nicht einfach bei Stottertexten wie „Zeit, dass sich was dreht“, den Herbert Grönemeyer für das angestrebte Sommermärchen 2006 dichtete: „Du fühlst, du träumst / Du fühlst, du glaubst, du fliegst“ - ja, was denn nun?

          „Weita, immer weita“

          Zu dieser EM gibt es nun wieder zwei offizielle DFB-Songs. Roger Ciceros „Für nichts auf dieser Welt“ will nicht recht begeistern, erzwingt zudem so manchen Cent ins Phrasenschwein; ganz absichtlich aus Phrasen gebaut ist dagegen „Zeit für mehr (Weita, immer weita)“ von der Band „Die goldene Generation“. Das Lied ist eine Collage aus Fußballersprüchen - und da gibt es ja so einige.

          Von Lothar Matthäus’ „Sand in den Kopf stecken“ bis zu Bruno Labbadias „hochsterilisieren“ ist alles dabei. Im Refrain hat man sich für ein „Schalalalala“ zur Melodie der Nationalhymne entschieden - absolut stadiontauglich. Das Problem der Nationalspieler ist allerdings ein anderes: Gut die Hälfte von ihnen beißt bei der Hymne gern die Zähne zusammen.

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