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Pressestimmen zum EM-Finale : „Nicht schon wieder!“

  • Aktualisiert am

Der frühere Dortmunder Jadon Sancho war einer der englischen Fehlschützen. Bild: AFP

Das EM-Finale sorgt für große Emotionen. Die italienischen Gazetten sind völlig aus dem Häuschen. Die englischen Medien empfinden „unerträgliche Schmerzen“ nach dem dramatischen Elfmeterschießen.

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          Was für ein Finale! Nach 120 Minuten steht es 1:1 im Wembley-Stadion in England. Dann muss das Elfmeterschießen entscheiden. Europäische Zeitungen kommentieren den 3:2-Sieg Italiens über England:

          Fußball-EM

          Italien

          La Repubblica: „Europa ist unser. Zoff, Riva, Rivera und Mazzola haben ihre würdigen Erben gefunden. Nach 53 Jahren zermürbenden Wartens kehrt Italien endlich auf den Thron Europas zurück. Vielleicht ist es kein Zufall, dass es dies an einem 11. Juli tut, einem Datum, das im Herzen aller geblieben ist, weil die Azzurri am gleichen Tag 1982 (bei der WM) in Spanien triumphierten.“

          Gazzetta dello Sport: „Italien, wir lieben dich wie verrückt: Wir sind Europameister. Football is coming home. Das können wir singen, oder sogar schreien ohne Majestätsbeleidigung zu riskieren. Weil der Fußball auch in Italien zu Hause ist, einem wunderschönen azurblauen Haus. Wir sind auf dem Dach Europas.“

          Corriere dello Sport: „Italien ist Europameister! Azurblauer Rausch im Wembley gegen England. Mancini in Tränen, die azurblaue Party beginnt. „It’s coming home.“ Der Pokal kommt nach Italien. Wir erwarten ihn mit offenen Armen. Ein Märchen, der zweite EM-Triumph nach 1968. Ein verrückter Ritt, nach dem Tiefpunkt der verpassten WM 2018 nun der Triumph in Wembley.“

          Tuttosport: „Legendär! Italien ist Europameister! England im Elfmeterschießen besiegt. Die Realität ist noch süßer als die Träume. Das Dunkel von 2018 ohne WM und ohne Hoffnung ist eine weit entfernte Erinnerung: Die Nationalmannschaft blüht in Wembley wieder auf.“

          England

          The Guardian: „Für Gareth Southgate mussten es die Elfmeter sein. Die persönliche Story von Englands Manager wurde geprägt von seinem entscheidenden Fehlschuss gegen Deutschland damals 1996 in diesem Stadion im Halbfinale dieses Wettbewerbs. Nun, nach 120 nervenaufreibenden Minuten von Englands erstem großen Männerfinale seit dem WM-Sieg 1966, kochte es einmal mehr zu einem letzten Nerventest hoch.“

          Daily Star: „Nicht schon wieder! Ein mutiges England verliert im herzzerreißenden EM-Finale im Elfmeterschießen gegen Italien.“

          Mirror: „Englands zerbrochener Traum. Unerträgliche Schmerzen – die heldenhaften Three Lions verlieren im Elfmeterschießen.“

          Daily Mail: „Das Land in Tränen nach dem nächsten Strafstoß-Fiasko.“

          The Sun: „Schon wieder Herzschmerz für die Löwen. Eine Qual, als England im Elfmeterschießen verliert. Aber die Löwen haben uns stolz gemacht.“

          BBC: „Es schmerzt für England. Das ist normal. Aber das bleibende Gefühl für England ist Stolz. Von den Spielern und auf die Spieler.“

          Daily Express: „Es tut so weh...aber wir sind so stolz auf euch.“

          Times: „Der Elfmeter-Fluch versagt England seinen Traum.“

          Telegraph: „Die ultimative Qual: Neuer Elfmeter-Herzschmerz“

          Scottish Sun: „Ganz England war überzeugt, dass der Fußball nach Hause kommt. Jetzt wissen sie, dass das in Rom ist.“

          Spanien

          As: „Das Italien, das nicht zur WM fuhr, das sich in einer Rekordzeit wieder aufgebaut hat, das seit einer Weile nicht mehr da war, hat die Europameisterschaft in Wembley mit dem bekannten Charisma wie gehabt, mit dem bekannten günstigen Schicksal und mit den Elfmetern auf seiner Seite gewonnen. Keulenschlag für England (...) Europa ist blau nach dem von Donnarumma gehaltenen Elfmetern, dem Helden der Nacht.“

          Marca: „Italien verewigt sich in Wembley. Die Azzurra präsentiert ihren eigenen Maracanazo, indem sie England in der Kathedrale des Fußballs schlägt, um die zweite Europameisterschaft ihrer Geschichte zu gewinnen. Sie musste seit 1968 warten, aber es war die Mühe wert.“

          El País: „Wembley macht Italien keine Angst. Die Azzurra, widerstandsfähig und mit aufgekrempelten Ärmeln, holt ihre zweite Europameisterschaft und lässt ein England scheitern, dass nur sein Tor aus der zweiten Minute sichern wollte. Der Trainer zerschellt aufs neue in Wembley, wie im Halbfinale 1996, als er Spieler war.“

          Portugal

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