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EM-Prognose : Deutschland ist gar nicht chancenlos!

Die deutsche Mannschaft darf sich im Duell mit Frankreich durchaus Hoffnungen auf Jubel machen. Bild: Picture-Alliance

Frankreich! Der Weltmeister! Der Topfavorit! Vor dem Auftakt sehen viele schwarz für die deutsche Nationalelf. Doch die EM-Prognose ist nicht so düster. Das Duell verspricht vielmehr Hochspannung.

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          20 von 24 Mannschaften haben nun bei der Fußball-Europameisterschaft schon gespielt. An diesem Dienstag ist auch die deutsche Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw endlich an der Reihe. Und das gleich gegen den in der Wahrnehmung vieler härtesten Gegner, den man bei diesem Turnier bekommen kann. Frankreich! Der Weltmeister! Der Topfavorit! Muss man da für das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem Spiel in München (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) gleich schwarzsehen?

          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Nicht doch! Das Rechenmodell von Daniel Memmert und Fabian Wunderlich zeigt durchaus ein erfreuliches Ergebnis für Löw, die Spieler und die Fans. Denn so chancenlos, wie mancher denkt, ist das DFB-Team demnach gar nicht. In die Berechnung der Siegwahrscheinlichkeit für beide Mannschaften fließen die Daten des Wettmarkts ein, die alle aktuellen Variablen einbezieht. Aus diesen Berechnungen können sich alle auf ein sehr spannendes Spiel freuen.

          Dass die deutsche Mannschaft am Ende des Abends sogar als Sieger vom Platz geht, ist zu 33,9 Prozent wahrscheinlich. Das ist doch gar nicht so schlecht für den Weltmeister von 2014 im Duell mit dem von 2018. Die Franzosen gewinnen zu 35,7 Prozent, das ist nur geringfügig mehr als die Wahrscheinlichkeit eines deutschen Erfolgs. Und auch ein Unentschieden ist gut möglich: 30,4 Prozent sprechen dafür, dass beide Teams am Ende einen Punkt erhalten.

          Zuvor spielen die deutsch-französischen Gruppengegner ihr Duell in Budapest aus: Ungarn trifft auf Europameister Portugal (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV). Dabei sind die Rollen viel deutlicher verteilt als beim Klassiker im Anschluss. 64,2 Prozent sprechen dafür, dass sich Cristiano Ronaldo und Co. zum Auftakt drei Punkte holen. Für einen Sieg Ungarns sprechen nur 13,2 Prozent, für ein Remis immerhin noch 22,6.

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          Wer führt die EM-Prognose durch?

          Daniel Memmert, Professor und geschäftsführender Institutsleiter am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, kennt insbesondere auch die psychologischen Tücken von Vorhersagen und konnte in eigener Forschung belegen, dass sich Experten dabei regelmäßig überschätzen. Daher empfiehlt er statt auf einzelne Expertenmeinungen lieber auf die Prognosen von datenbasierten Modellen zu vertrauen.

          Der Mathematiker Fabian Wunderlich hat mehrere Jahre im Sportwetten-Bereich gearbeitet, promoviert derzeit im Bereich „Big Data und Vorhersagemodelle im Sport“ und betreibt nebenbei die Website Tipponaldo.de.

          Gemeinsam haben sich beide in einem Übersichtsartikel mit Vorhersagemodellen im Sport befasst und in einer aktuellen Studie den hohen Zufallseinfluss im Fußball nachgewiesen, der letztendlich die Vorhersagen so schwierig macht. Darüber hinaus wissen sie wie wichtig Wettquoten im Vorhersagebereich sind und haben den Nutzen von Wettquoten für die Analyse von Leistungsstärken und in der Vorhersage von Fußballspielen untersucht.

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