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Politik im Stadion : Die zwei Seiten des Regenbogens

Regenbogen am Arm: Deutschlands Kapitän Manuel neuer im Spiel gegen Portugal Bild: dpa

Politische Botschaften im Stadion können den Sport in Teufels Küche bringen. Selbst gutgemeinte Aktionen führen womöglich zu (identitäts-)politischen Kämpfen. Und wer legt eigentlich fest, was „gut“ ist?

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          Der Juni steht im Zeichen des Regenbogens. Es ist „Pride Month“. Ein Anlass, um auf Bedürfnisse der homosexuellen und queeren Community hinzuweisen, auch auf Stigmatisierung, Kriminalisierung und Ausgrenzung. Zahlreiche Unternehmen haben sich dieser weltweiten Aktion angeschlossen. Sie tauchen ihr Firmenlogo in bunte Farben und lassen entsprechende Fahnen als Zeichen der Solidarität flattern. Da geht es auch um Marketing, um sogenanntes „Pinkwashing“. Nun hat der „Pride Month“ auch die EM erreicht, ganz offiziell.

          Fußball-EM

          Anlass ist die Aktion von Manuel Neuer, der sich in den beiden deutschen Spielen eine Kapitänsbinde in den Farben des Regenbogens über den Arm streifte. Es folgte der Antrag der Stadt München, der ermöglichen soll, am Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) das gesamte Stadion in diesen Farben leuchten zu lassen, wenn die Nationalelf dort auf Ungarn trifft. Ein Land, dessen Parlament zuletzt ein Gesetz erlassen hat, das unter anderem verbietet, in Schulen über Homosexualität aufzuklären. Ein Land, das sich weit weniger aufgeschlossen gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe zeigt als viele andere Länder in Europa.

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