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Rückkehr nach St. Denis : „Ich habe ganz andere Sachen im Kopf“

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Kein Blick zurück: Jerome Boateng blendet die Ereignisse vom 13. November aus Bild: dpa

Sieben Monate nach dem Terroranschlag von Paris kehrt die deutsche Mannschaft ins Stade de France zurück. Mit der Erinnerung wollen sich die Nationalspieler indes nicht beschäftigen.

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          Die deutschen Fußball-Nationalspieler sind darum bemüht, vor der Rückkehr ins Stade de France die Erinnerungen an die dort erlebte Terrornacht in den Hintergrund zu drängen. „Im Moment ist das kein Thema. Wir konzentrieren uns auf das Sportliche“, sagte Jérôme Boateng am Dienstag im EM-Quartier in Évian-les-Bains.

          Am 13. November 2015 war es auch im direkten Umfeld des Stadions beim Länderspiel des DFB-Teams in Paris gegen Frankreich zu mehreren Anschlägen gekommen. Insgesamt starben 130 Menschen. „Ich habe andere Sachen im Kopf als diese Geschichte“, erklärte auch Shkodran Mustafi zwei Tage vor der Partie in St. Denis gegen Polen (21 Uhr / live im ZDF und im EM-Ticker auf FAZ.NET)

          Nach dem 2:0 gegen die Ukraine wollen die deutschen Spieler gegen den stärksten Gegner den vorentscheidenden Schritt zum ersten Platz in der Gruppe C bewerkstelligen. „Es ist wichtig, dass wir auch im zweiten Spiel einen Sieg holen. Wir müssen aufpassen, die Polen haben gute Leute, nicht nur Robert Lewandowski“, äußerte sich Boateng über die von seinem Bayern-Kollegen angeführte polnische Nationalmannschaft.

          Unterdessen hat Lukas Podolski die Diskussion um den Griff von Bundestrainer Joachim Löw in den Schritt für beendet erklärt. Für die Mannschaft sei das „kein Thema“, bemerkte er in Évian-les Bains. Der Turnier-Routinier erklärte: „80 Prozent von euch und ich kraulen sich auch mal an den Eiern. Von daher ist alles gut“, sagte Podolski – und bekam dafür Beifall vom in etwa zu 80 Prozent männlichen Publikum.

          Zuvor hatte die Verbreitung eines Videos von Löw im Spiel gegen die Ukraine über ausländische TV-Stationen und später in den Sozialen Netzwerken für Erregung gesorgt. Der DFB hat sich bei der Uefa erkundigt, wie die Szene von Löw zur Ausstrahlung kam. Die TV-Bilder zeigen, wie sich der Bundestrainer während der Ukraine-Partie am Spielfeldrand in den Schritt gegriffen hatte. Nationale Sender können zum zentralen TV-Signal der EM-Spiele auch Bilder von einer speziellen Trainer-Kamera dazu buchen. Die jeweiligen nationalen Regisseure entscheiden über die Ausstrahlung. Die ARD hatte auf die Löw-Sequenz verzichtet.

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