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Probleme vor der EM : Hummels braucht beim DFB-Team eine Pause

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Nach zweieinhalb Jahren Pause kehrte Mats Hummels ins DFB-Team zurück. Bild: dpa

Nach zweieinhalb Jahren kehrte Mats Hummels in die Nationalelf zurück, um die Abwehr zu stabilisieren. Nun aber muss der Dortmunder vorerst mit dem Training in der EM-Vorbereitung aussetzen.

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          Drei Tage vor der EM-Generalprobe gegen Lettland hat Rückkehrer Mats Hummels mit dem Teamtraining aussetzen müssen. Der 32 Jahre alte Dortmunder konnte am Freitag in Seefeld nur aus dem Fitnesszelt heraus die Übungseinheit seiner DFB-Kollegen beobachten. Hummels selbst absolvierte nach seinem Nationalelf-Comeback im Fußball-Länderspiel gegen Dänemark wegen Knieproblemen wie auch der Leipziger Lukas Klostermann nur ein individuelles Übungsprogramm.

          Fußball-Länderspiele

          Unmittelbar nach dem 1:1 gegen die Dänen hatte Bundestrainer Joachim Löw die Patellasehnen-Schmerzen von Hummels als „nicht weiter tragisch“ und „nicht chronisch“ bezeichnet. Allerdings hatten Hummels die Beschwerden schon in den ersten Trainingstagen in den Tiroler Alpen begleitet. „Er hat eine Saison hinter sich mit vielen Spielen“, sagte Löw dazu.

          In der zweiten Hälfte gegen EM-Teilnehmer Dänemark habe er „wieder etwas gespürt“. Der Bundestrainer ging zunächst nur von einem Tag Pause aus. Bis zum letzten EM-Test am Montag (20.45 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Länderspielen und bei RTL) in Düsseldorf gegen Lettland hat Hummels Zeit, um wieder einsatzbereit zu werden.

          Kroos hat Corona-Infektion überstanden

          Erstmals standen am Freitag in Österreich die nachgereisten Champions-League-Sieger Kai Havertz, Antonio Rüdiger und Timo Werner vom FC Chelsea sowie Finalverlierer Ilkay Gündogan von Manchester City auf dem Rasen. Auch Toni Kroos, der eine Corona-Infektion gut überstanden hat, und der in der ersten Seefeld-Woche noch angeschlagene Jamal Musiala waren bei der Übungseinheit dabei. Damit konnte Löw mit 23 seiner insgesamt 26 EM-Spieler trainieren.

          Der Bundestrainer will in den verbleibenden Tagen bis zum ersten EM-Gruppenspiel am 15. Juni in München gegen Weltmeister Frankreich im Training viele „Situationen herstellen, die dem Wettkampf ähneln“. Das war am Freitag bei einer intensiven Angriff-gegen-Abwehr-Übung mit schnellem Umschalten zu beobachten. „Unabhängig vom Spiel gegen Lettland müssen wir ein paar intensive Einheiten einstreuen, vor allem im taktischen Bereich“, sagte Löw zum Endspurt in Seefeld.

          Der Münchner Leon Goretzka muss nach seiner Muskelverletzung im Oberschenkel weiter auf den Einstieg ins Teamtraining warten. Dagegen konnte Emre Can wieder mit den Kollegen trainieren. Der Dortmunder hatte wegen Adduktorenproblemen das Spiel gegen Dänemark verpasst.

          Die EM-Generalprobe der Fußball-Nationalmannschaft in Düsseldorf darf wieder vor Fans gespielt werden. Das Team von Joachim Löw tritt am Montag gegen Lettland vor 1000 Zuschauern an, wie der DFB am Freitag erklärte. Das lässt die Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen bei der gegenwärtigen Inzidenz-Lage in der Corona-Pandemie zu. Der Verband will Freikarten verteilen an Menschen aus systemrelevanten Gruppen, beispielsweise an Helferinnen und Helfer in den Impfzentren.

          „Das ist gigantisch“, sagte Nationalspieler Robin Gosens über die Rückkehr der Fans auch bei der EM-Endrunde. Zu den Vorrundenspielen des deutschen Teams in München gegen Frankreich, Portugal und Ungarn sind je rund 14.000 Zuschauer zugelassen. „Das ist eine rundum geile Geschichte“, sagte Gosens. Denn das bedeute auch, dass nicht nur die Profis, sondern bald auch die Amateure wieder diesen Weg gehen können. „Da geht mir das Herz auf“, sagte der Außenbahnspieler von Atalanta Bergamo im Trainingslager in Seefeld.

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