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Krise der Nationalmannschaft : Die große Illusion

Das waren noch Zeiten: Miroslav Klose trifft beim 7:1 gegen Brasilien im Halbfinale der WM 2014. Bild: AFP

Kein Mittelstürmer, kein Erfolg – das frühe EM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft lässt sich auch auf diese Gleichung reduzieren. Aber was ist die Lösung?

          5 Min.

          Als André Schürrle den Ball in den Strafraum lupft und Mario Götze ihn mit der Brust annimmt, als der Fernsehkommentator Tom Bartels „Mach ihn“ in sein Mikrofon schreit und Götze ihn dann macht, als die Spieler und Trainer aus Deutschland fast am Höhepunkt ihres Sportlebens angekommen sind, sitzt Miroslav Klose mit schmutzigen Stutzen auf der Ersatzbank im Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro. Er schaut sich von dort das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Argentinien an, seit Joachim Löw, der Bundestrainer, in der 88. Minute den vielleicht folgenreichsten Wechsel in der Geschichte der Nationalmannschaft angeordnet hat: Klose raus, Götze rein.

          Fußball-EM
          Christopher Meltzer
          Sportkorrespondent in München.

          Später, als die Deutschen mit Goldmedaillen durch die Medien-Zone stolzieren, wird mehrmals über diesen Moment in der 88. Minute gesprochen. In einem Interview geht es um den Trainer Löw, der an der Seitenlinie zu Götze gesagt haben soll: „Zeig der Welt, dass du besser bist als Messi!“ In einem anderen Interview geht es um den Stürmer Klose, der in der Pause der Verlängerung zu Götze gesagt haben soll: „Du machst das Ding!“ Ein Wechsel, viele Heldengeschichten.

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