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DFB-Team vor der Fußball-EM : Die Suche nach der magischen Formel

Gleich wieder mittendrin: Thomas Müller (Zweiter von rechts) ist wie gewohnt im Kreis der Nationalmannschaft für die gute Laune zuständig. Bild: dpa

Müller, Sané, Gnabry, Havertz – die Offensivreihe der Nationalmannschaft steckt voller individueller Qualität. Die Frage ist nur: Was macht der Bundestrainer daraus?

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          Am Freitag war der Abenteurer Mike Horn zu Gast im Teamhotel in Seefeld. Ein solches Begleitprogramm gehört zum Standard bei der Fußball-Nationalmannschaft, zwecks Zerstreuung und Erbauung, wobei es Ersterer unter den Umständen der Corona-Abgeschiedenheit vielleicht noch ein bisschen dringender bedarf als sonst. Wie üblich wurde der Vortrag des Mentalitätsmeisters mit allerlei blumigen Worten gelobt, und weil Horn auch schon 2014 in Brasilien vorbeigeschaut hatte, wertete Manuel Neuer den abermaligen Besuch gleich als „gutes Omen für uns“.

          Fußball-Länderspiele
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Gut möglich jedoch, dass das Unterhaltungsprogramm tags darauf sogar noch ein bisschen packender war für die Nationalspieler – und am Ende womöglich auch erbaulicher. Gemeinsame Champions-League-Endspielabende vor dem Fernseher sind ebenfalls fester Bestandteil der Trainingslager, nicht immer enden sie nach Wunsch, 2010 verloren die Bayern gegen Inter, 2012 das „Finale dahoam“ gegen Chelsea, was die Stimmung nachhaltig trübte. Am Samstagabend aber erlebten Joachim Löw und seine Spieler ein fußballerisches Spektakel der Intensität, das sich für sie noch von größerem Wert erweisen könnte als Horns Erzählungen.

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