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DFB-Team vor EM-Start : Löw und die deutschen Fragezeichen

Es gibt noch viel zu tun in der einen Woche bis zum Frankreich-Spiel: Bundestrainer Joachim Löw Bild: EPA

Das 7:1 sorgt für positive Erinnerungen. Doch eine Woche vor EM-Start gegen Frankreich ist noch einiges unklar. Vor allem im Mittelfeld muss Joachim Löw eine schwierige Entscheidung treffen.

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          7:1! Das Ergebnis des abschließenden Testspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Lettland sorgte für wohlige Erinnerungen. Knapp sieben Jahre ist es her, dass Joachim Löws damalige Auswahl Brasilien mit diesem Resultat besiegte und den Weg ins WM-Finale ebnete, das im Triumph über Argentinien endete. 7:1 hieß es auch am Montagabend in Düsseldorf. Die Umstände des klaren Erfolgs waren selbstredend nicht gleichzusetzen, doch der Endstand passte ins Bild, das das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kurz vor der Europameisterschaft in diesem Sommer abgibt.

          Fußball-Länderspiele
          Tobias Rabe
          Verantwortlicher Redakteur für Sport Online.

          Die Laune ist gut, eine Woche bevor es am kommenden Dienstag (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) gegen Frankreich in München bei der EM ernst wird. Schon zum Ende des Trainingslagers in Tirol, aus dem der Tross zum Test ins Rheinland gereist war, wurde das Fazit gezogen, dass sich die dunklen Wolken, die seit langer Zeit über der Nationalmannschaft hingen, verzogen haben. Zumindest ist das die Innenansicht der ersten Fußballauswahl des Landes. Aber auch die rund 1000 Fans, die beim Testlauf in Düsseldorf im Stadion zugelassen waren, freuten sich über die Tore.

          Das tat selbstredend auch Manuel Neuer – mit einer Ausnahme. Den Jubilar, der gegen Lettland sein 100. Länderspiel absolvierte, fuchste der Gegentreffer Aleksejs Saveljevs‘. Wieder spielte das DFB-Team nicht zu Null, und das gegen einen doch arg limitierten Sparringspartner. „Es ist schwierig für mich“, sagte Neuer bei TV-Sender RTL. Es sei ein „Traumtor“ gewesen, „aber wir müssen da besser zustellen“. Und sowieso: „Das 7:1 gegen Brasilien war ein bisschen schöner.“ Dennoch ist der Kapitän optimistisch. „Ich habe einen sehr guten Eindruck. Wir vertrauen einander. Es wird nicht leicht, wir haben eine schwere Gruppe, aber es ist unangenehm, gegen uns zu spielen. Ich habe ein gutes Gefühl.“

          „Jetzt fängt die Arbeit richtig an“

          Auch der Bundestrainer verlässt Düsseldorf an diesem Dienstag mit einem guten Gefühl. Es geht nach Herzogenaurach ins EM-Quartier. Die Lerninhalte aus der Vorbereitung in Österreich seien ganz gut umgesetzt worden. Dort lag der Fokus auf der Defensive, die allerdings von Lettland kaum gefordert wurde, abgesehen vom Gegentor. Aber auch vorne klappte es teils sehenswert. „Die Effizienz war gut in diesem Spiel“, sagte Joachim Löw. Robin Gosens, Ilkay Gündogan, Thomas Müller, Serge Gnabry sowie die eingewechselten Timo Werner und Leroy Sané trafen. Dazu kam ein Eigentor von Lettlands Torwart Roberts Ozols.

          Zwar rückt der Auftakt der Europameisterschaft durch den Umzug ins EM-Quartier räumlich näher, Löw sieht seine Mannschaft aber noch nicht reif für den Start gegen Weltmeister Frankreich. „Dieser Sieg soll uns nicht dazu bewegen, dass wir glauben, es ist alle Arbeit getan. Jetzt fängt die Arbeit nochmal richtig an.“ Die Feinabstimmung sei noch nicht so, „wie ich es mir vorstelle. Da müssen wir schon noch weiter hart arbeiten. Aber die Basis ist im Moment gut. Gegen Frankreich gibt es einen anderen Druck, es ist eine andere Klasse, EM-Auftakt. Das ist mit heute nicht zu vergleichen.“

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