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Nationalmannschaft vor EM : Start ins Ungewisse

Robin Gosens klatscht bei Ilkay Gündogan nach seinem 1:0 gegen Lettland ein. Bild: dpa

Gegen Lettland haben alle gesehen, wozu die Nationalmannschaft in der Lage ist. Aber nach dem Hin und Her der vergangen Jahre kann der Funken gegen Frankreich ruck, zuck wieder erlöschen.

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          7:1 – das ist ja mal was. Auch gegen Lettland, die Nummer 138 der Fußballwelt. 7:1. Da war doch mal was. Wer wüsste es nicht: das Jahrhundertspiel im Sommer 2014 gegen Brasilien, im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Unvergessen, dieses 7:1, doch selbst jenes Jahrhundertereignis von Belo Horizonte gegen den Rekordweltmeister hatte in der Fußball-Wirklichkeit nur eine Halbwertszeit von wenigen Tagen. Im Finale gegen Argentinien half diese Sternstunde – bei der Neuer, Hummels, Kroos und Müller schon eine Achse bildeten – sportlich überhaupt nicht weiter. Dort hieß es 0:0 nach neunzig Minuten. Neues Spiel, neues Glück, und dann kam Götze.

          Fußball-Länderspiele

          Das 7:1 gegen Lettland wirkt so gesehen sogar ein bisschen länger, zumindest atmosphärisch. Um genau zu sein: sieben Tage, bis zum kommenden Dienstag, 21 Uhr – wenn bei der EM das Spiel gegen Weltmeister Frankreich beginnt. Bis dahin sorgen die Tore von Gosens, Gündogan, Müller, Havertz, Werner, Sané für gute Laune im deutschen Quartier, auch die Stimmung der Fans dürfte sich aufhellen. In ein paar schönen Momenten haben alle gesehen, wozu die vielen starken Spieler der Nationalmannschaft in der Lage sein können.

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