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Fußball-EM 2016 : Löw fordert volles Risiko

  • Aktualisiert am

Leicht erkältet, schwer selbstbewusst: Joachim Löw. Bild: dpa

Der Bundestrainer ist leicht geschwächt, für seine Elf gegen Nordirland stellt er Änderungen in Aussicht: „Die eine oder andere frische Kraft würde uns bei diesem Spiel gut tun.“

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          Der Bundestrainer ist leicht geschwächt, die deutschen Fußball-Weltmeister müssen gegen Nordirland aber endlich ihre wahre EM-Stärke beweisen. „Umschalten im letzten Drittel, Tempo und alles riskieren, das müssen wir hinkriegen“, formulierte Bundestrainer Joachim Löw in einem ARD-Interview die Marschroute vor dem Gruppenfinale am Dienstag (18.00 Uhr / Live in der ARD und im EM-Ticker bei FAZ.NET) in Paris.

          „Wir wollen von der ersten Minute an zeigen, dass wir das bessere Team sind. Damit die Nordiren gar nicht erst den Glauben entwickeln, gegen uns gewinnen zu können“, erklärte Innenverteidiger Mats Hummels. Unabhängig von allen Konstellationen zur Achtelfinal-Qualifikation will sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw unbedingt Platz eins in der Gruppe sichern. „Wir werden ein bisschen mehr Risiko suchen“, kündigte Hummels an.

          Spielpraxis für Schweinsteiger angekündigt

          Löw fehlte wegen einer leichten Erkältung bei der offiziellen Uefa-Pressekonferenz am Montag, leitete bei strömendem Regen in der französischen Hauptstadt aber sogar in kurzen Hosen das Abschlusstraining mit allen 23 Spielern. Im ARD-Interview gab er später einige Überlegungen für die Partie preis. „Die eine oder andere frische Kraft würde uns bei diesem Spiel gut tun“, stellte Löw eine Veränderung der Startelf in Aussicht. Zudem soll Kapitän Bastian Schweinsteiger weitere Spielpraxis sammeln - allerdings nicht von Beginn an. „Natürlich ist der Bastian ein Spieler, den wir jetzt ein bisschen heranführen müssen, weiter einbauen müssen für die entscheidenden Spiele bei dem Turnier“, erklärte der Bundestrainer. „Er ist schon wichtig.“

          Elf aus 23: Wen stellt Löw gegen Nordirland auf?
          Elf aus 23: Wen stellt Löw gegen Nordirland auf? : Bild: dpa

          Die klare Botschaft hatte der Chef der EM-Mission bereits zuvor verbreitet: Für Zweifel ist kein Platz, wenn der Bus der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag mit der Aufschrift „Wir meistern das“ in den Pariser Prinzenpark einfährt.

          Wie immer in dritten Vorrundenspielen unter Turniertrainer Löw soll auch gegen hartnäckig verteidigende und mit viel Begeisterung konternde Nordiren nicht allein der Sprung als Vorrundenerster in die K.o.-Runde gelingen. Abwehrboss Jérôme Boateng und seine Kollegen möchten auch dafür sorgen, dass sich bei den Fans in der Heimat die Skepsis in Zuversicht verwandelt. Denn noch hat der Weltchampion bei der Europameisterschaft in Frankreich das Feuer nicht entzündet.

          Selbstzweifel sind dem DFB-Tross fremd. „Wir haben viele Spieler, die ständig solche Spiele haben, die sehen es ganz nüchtern. Sie wissen um ihre Stärke. Das werden wir entsprechend umsetzen“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff. Ob jedoch nach einer eher quälenden Qualifikation, nach Defensivlücken zum Endrundenauftakt gegen die Ukraine (2:0) und Offensivschwächen gegen Polen (0:0) auf Knopfdruck der Schalter umgelegt werden kann, bleibt abzuwarten.

          „Wir werden ein bisschen mehr Risiko suchen“: Mats Hummels.
          „Wir werden ein bisschen mehr Risiko suchen“: Mats Hummels. : Bild: dpa

          Weder an der Art des Widerstandes beim Gegner noch an der personellen und taktischen Ausrichtung von Löws Team wird sich im dritten Gruppenspiel Entscheidendes ändern. „Sie werden auf jeden Fall mit sehr vielen Spielern rund um den eigenen Strafraum agieren. Es ist dann egal, wie hoch die fußballerische Qualität mit dem Ball ist. Es wird auf keinen Fall ein Spaziergang“, sagte Thomas Müller.

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