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Nationalmannschaft : Podolski warnt vor seiner alten Heimat

Bild: AFP

Spiele gegen Polen sind noch immer etwas ganz Besonderes für Lukas Podolski. Die Auftaktsiege beider Teams nähren seine Hoffnung, dass neben der deutschen auch die polnische Nationalmannschaft in die K.o.-Phase vordringt.

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          Deutschland gegen Polen - da darf Lukas Podolski natürlich nicht fehlen. Auf dem Platz wird der im schlesischen Gleiwitz geborene und in Köln sozialisierte Angreifer beim Anpfiff allerdings nicht dabei sein - aber als Experte für die deutsch-polnischen Fußballbeziehungen war Lukas Josef Podolski, Sohn einer polnischen Handball-Nationalspielerin und eines polnischen Fußballers, auf der DFB-Pressekonferenz in Evian natürlich trotzdem gefragt. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass wir auf die Polen treffen, aber für mich ist es immer noch ein besonderes Spiel“, sagte der 128-malige deutsche Nationalspieler, dessen Familie zum großen Teil noch in Polen lebt, ebenso viele Freunde.

          Michael Horeni

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Als regelmäßiger und besonders interessierter Beobachter des Fußballs seiner alten Heimat hatte Podolski vor allem warnende Worte für den Weltmeister vor dem Spiel parat. „Die Polen haben in den letzten Jahren einen großen Sprung gemacht. Viele Spieler spielen im Ausland. Und sie haben viele junge Spieler dazubekommen - sie sind der gefährlichste Gegner in unserer Gruppe.“

          Podolski hofft für beide Teams

          Was die Aussichten in der Gruppe C, nach dem polnischen 1:0 gegen Nordirland und dem deutschen 2:0 gegen die Ukraine zum Auftakt angeht, gab sich Podolski gleich doppelt zuversichtlich: „Ich hoffe, dass wir als Erster und Polen als Zweiter in die nächste Runde einziehen werden.“

          Neben der ganz persönlichen Perspektive auf die Partie war Podolski auch gefragt, als es um die Rückkehr nach St. Denis ging, wo sich die deutsche Mannschaft vor einem halben Jahr die ganze Nacht über mit der französischen Mannschaft nach den Terroranschlägen in der Kabine verschanzt hatte. Wie Boateng und Mustafi war auch von Podolski an diesem Tag kein Wort der Sorgen um die Sicherheit zu hören, wenngleich seine Familie nicht zum Spiel nach Paris reisen wird. „In der Vorrunde wird keiner von meiner Familie kommen. Ab dem Achtelfinale entscheiden wir spontan. Aber ich denke, meine Frau ist mit den zwei Kindern jetzt so beschäftigt, dass nicht viel Zeit übrig bleibt.“ Kein Wunder, nachdem die Familie Podolski erst vor knapp zwei Wochen Nachwuchs bekommen hat.

          Um Zukunftsplanung kümmert sich in diesen Tagen aber auch der DFB. Präsident Grindel kündigte an, dass der Verband eine Vertragsverlängerung mit dem Bundestrainer über die WM 2018 hinaus anstrebt. „Ich halte ihn für den besten Trainer für unsere Nationalmannschaft. Und selbstverständlich wünsche ich mir, dass wir noch sehr lange zusammenarbeiten“, sagte Grindel dem „Hamburger Abendblatt“. Wenn Löw nach der EM über eine Verlängerung sprechen wolle, werde man sich zusammensetzen.

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