https://www.faz.net/-hfm-abtpj

Nächste Absage für DFB-Team : Auch Reus fehlt in Löws EM-Kader

  • Aktualisiert am

„Gemeinsam beschlossen“: Marco Reus (rechts) steht Joachim Löw nicht für die EM in diesem Sommer zur Verfügung. Bild: AFP

Marco Reus wird nicht zum deutschen EM-Kader gehören. Nach Rücksprache mit Joachim Löw entschied sich der BVB-Kapitän gegen eine Teilnahme. Am Mittwoch gibt der Bundestrainer seinen Kader bekannt.

          1 Min.

          Fußball-Nationalspieler Marco Reus wird bei der EM (11. Juni bis 11. Juli) nicht zum Kader von Bundestrainer Joachim Löw zählen. Das gab der Offensivspieler von DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund am Dienstagabend bei Instagram bekannt. „Nach einer komplizierten, kräftezehrenden und am Ende 'Gott sei Dank' erfolgreichen Saison habe ich gemeinsam mit dem Bundestrainer beschlossen, nicht mit zur EM zu fahren“, schrieb Reus. Der 31-Jährige hatte zuletzt im Oktober 2019 für Deutschland gespielt.

          Fußball-EM

          Löw wird am Mittwoch die 26 für die EM nominierten Spieler auf einer Online-Veranstaltung bekanntgeben. Traditionell informieren Löw, sein Assistent Marcus Sorg und Torwartcoach Andreas Köpke die letzten Spieler erst am Morgen der Kaderverkündung. Spezielle Härtefälle – wie die Absage an Torjäger Mario Gomez vor der mit dem Titelgewinn gekrönten Weltmeisterschaft 2014 – übernimmt Löw dabei persönlich.

          Neben Reus wird auch Marc-Andre ter Stegen dem DFB-Team nicht zur Verfügung stehen. Der Torhüter vom FC Barcelona wird das Turnier wegen eines Eingriffs am rechten Knie verpassen. „Ich bin traurig. Erstmals seit vielen Jahren werde ich mein Land als Fan von daheim unterstützen. Ich hoffe, dass wir die EM gewinnen werden“, schrieb der 29-Jährige am Montag auf Instagram.

          Dass die Nationaltrainer wegen der Corona-Pandemie ausnahmsweise 26 statt 23 Akteure nominieren dürfen, verschafft Löw drei Bonusplätze, deren Besetzung mit Spannung erwartet wird. „Vor einem Turnier drehe ich mit meinen Trainern alles noch einmal um, was in den Jahren davor war. Wir hinterfragen alles. Wie sieht unsere Spielweise aus? Wie sind unsere Gegner? Wie kann die Zusammensetzung der Mannschaft am besten funktionieren? Es geht um den bestmöglichen Erfolg“, schilderte Löw seine Vorgehensweise beim Kader-Puzzle.

          Löw weiß nach 15 Jahren als Bundestrainer, dass er es niemals allen recht machen wird. „Wenn der Trainer diese Entscheidung trifft, ist er ein Umfaller. Wenn er die andere trifft, dann ist er stur“, bemerkte er. Wenn aber Löw eines in den Jahren als Nationaltrainer kaum interessiert hat, so ist es die öffentliche Beurteilung seiner Entscheidungen. „Ich entscheide das, wovon ich persönlich überzeugt bin“, lautet sein Credo. Erst recht beim letzten Kader und dem allerletzten Turnier.

          Weitere Themen

          IOC leitet Untersuchung ein Video-Seite öffnen

          „Fall Timanowskaja" : IOC leitet Untersuchung ein

          Im Fall der belarussischen Leichtathletin Kristina Timanowskaja leitet das IOC eine offizielle Untersuchung gegen den nationalen Verband aus Belarus ein. Timanowskaja gibt an, sie hätte von ihrem Verband zur Rückkehr nach Minsk gezwungen werden sollen, nachdem sie Kritik an Funktionären geübt habe. Auf dem Tokioter Flughafen habe sie sich dann an die Polizei gewandt.

          Topmeldungen

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)

          Einschränkungen für Ungeimpfte : Spahn plant Maskenpflicht bis 2022

          Das Bundesgesundheitsministerium will den Druck auf Impfmuffel erhöhen: Gratistests sollen im Herbst entfallen und für Ungeimpfte könnten „erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden“.
          Im Flutgebiet: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

          Flutkatastrophe : Die Politik muss in den Flutgebieten rasch handeln

          Wenn die Politik nicht entschlossen handelt, kann der Bedrohung der Menschen in den Flutgebieten eine Bedrohung des Vertrauens in das politische System folgen. Ratlos wirkende Kanzlerkandidaten sind in dieser Situation keine Hilfe.
          Eine Covid-19-Teststation in der chinesischen Stadt Zhengzhou

          Corona-Ausbruch in China : Die Thermometer sind zurück

          Peking hatte die seit langem niedrigen Corona-Zahlen mit einer „Überlegenheit des chinesischen Systems“ erklärt. Doch nun gibt es so viele Neuinfektionen wie seit April 2020 nicht mehr. Die Behörden greifen zu drastischen Mitteln.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.