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Lösung für Corona-Problem : Deutsche Nationalspieler aus England können kommen

Die Champions-League-Sieger Kai Havertz und Timo Werner (rechts) dürfen bald zur Nationalmannschaft reisen. Bild: EPA

Die Quarantänepflicht nach Einreise aus Großbritannien stellte das DFB-Team in der EM-Vorbereitung vor ein „Problem“. Nun findet der Verband eine Lösung für die Nationalspieler der englischen Klubs.

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          Ein paar Tage hat die Suche nach einer Lösung gedauert. Als es am Sonntagmittag eine zu verkünden gab, schickte der Sprecher der Fußball-Nationalmannschaft voraus, dass es „keine Sonderregelung“ und „keine Ausnahme“ sei: Nach ausführlicher Auseinandersetzung mit der derzeitigen Verordnungslage kann Bundestrainer Joachim Löw offenbar alsbald mit seinen in England beschäftigten Nationalspielern planen.

          Fußball-Länderspiele
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Die drei Champions-League-Sieger vom FC Chelsea, Antonio Rüdiger, Kai Havertz, Timo Werner, sowie Ilkay Gündogan von Manchester City werden am Donnerstag im Trainingslager in Seefeld erwartet. Zudem könne das Quartett auch mit zur EM-Generalprobe am 7. Juni in Düsseldorf gegen Lettland reisen. An den Tagen zuvor hatte Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff angesichts der Einstufung Großbritanniens als Virusvariantengebiet und der damit verbundenen 14-tägigen Quarantänepflicht nach Einreise von einem „Problem“ gesprochen.

          Die Lösung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht nun so aus: Rüdiger, Havertz und Werner sind zwar nach dem Finale am Samstagabend in Porto mit ihrem Team nach London zurückgereist. Dort sollten sie sich allerdings weniger als 24 Stunden aufhalten, womit sie als „Durchreisende“ gelten und nicht unter die Quarantänebestimmung fallen.

          Nach dieser müssen sich Einreisende, die sich in den zehn Tagen vorher zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, eigentlich in eine 14-tägige Quarantäne ohne Möglichkeit des vorzeitigen „Freitestens“ begeben. Vor dem Finale hatten die deutschen Nationalspieler England am 27. Mai verlassen, so dass einer Reise zum Spiel am 7. Juni in Düsseldorf nichts entgegenstehe. Das Bundesinnenministerium hatte am Samstag bekräftigt, dass es für den Profifußball keine Ausnahmen von der Corona-Regelung gebe.

          Die Einreise nach Österreich wiederum kann aufgrund einer Sonderregelung des Nachbarlandes erfolgen. Diese, so hatte es Werner Frießer, der Bürgermeister von Seefeld, am Freitag erklärt, beruhe darauf, dass die Einreise der deutschen Nationalspieler „im absolut zwingenden Interesse der Republik Österreich“ sei.

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