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DFB-Team bleibt optimistisch : „Weil wir ’ne geile Mannschaft haben“

  • -Aktualisiert am

Ist von der Qualität der Mannschaft überzeugt: Emre Can Bild: EPA

Emre Can und Matthias Ginter geben sich trotz der Niederlage gegen Frankreich optimistisch. Im Nationalteam gebe es ein „Jetzt-erst-recht-Gefühl“. Der nächste Gegner soll das zu spüren bekommen.

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          Gegen Frankreich hatte Emre Can in den letzten Minuten als Stürmer versuchen sollen, die Niederlage noch abzuwenden. Das war selbst für jemanden, der schon fast jede Position gespielt hat, eine ungewohnte Erfahrung. Dass Can nun am Donnerstag bei der Pressekonferenz der Nationalmannschaft erschien, hatte aber nichts mit einer neuen Rolle des Dortmunders für diese EM zu tun. Die Besetzung des Podiums mit ihm und Matthias Ginter war vielmehr eine defensive Aufstellung, und das womöglich nicht nur wegen der Aufgaben auf dem Platz: Keiner aus dem Kreis der Meinungsführer sollte oder wollte sprechen nach dem Turnierfehlstart am Dienstag.

          Fußball-EM
          Christian Kamp
          Sportredakteur.

          Das, was Can und Ginter berichteten, gab kaum Aufschluss darüber, wie die Mannschaft und ihr Trainer das Auftaktspiel verarbeitet haben. Gleichwohl verbreiteten sie Optimismus für die wegweisende Partie gegen Titelverteidiger Portugal am Samstag. Was ihn zuversichtlich mache, dass dann nicht nur Einsatz und Einstellung stimmten, sondern auch das Ergebnis, wurde Can eingangs gefragt. Die Antwort: „Weil wir ’ne geile Mannschaft haben.“

          Das 0:1 gegen Frankreich sei schon „nicht unser schlechtestes Spiel“ gewesen, und: „Wir können noch mehr, und wir glauben immer noch an uns.“ Bei Ginter hatte es vorher ähnlich geklungen, als er sagte, dass die anfängliche Enttäuschung etwas anderem gewichen sei, einem „Jetzt-erst-recht-Gefühl, nach vorne zu schauen“.

          Einig waren sich die beiden auch darin, dass die Offensivleistung ausbaufähig sei, auf die intensiv diskutierte Systemfrage wollten sie sich aber nicht einlassen. Stattdessen zählten sie auf, was die einzelnen Spieler einbringen könnten, um mehr Torgefahr zu erarbeiten – unabhängig davon, in welcher Formation die Mannschaft auf dem Platz steht. Hinweise, ob Joachim Löw gegen Portugal wieder im 3-4-3 spielen lässt oder zu einem 4-2-3-1 oder 4-3-3 zurückkehrt, gaben sie allenfalls insofern, als sie bemerkten, dass sich das auch nach dem Gegner richte.


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          Insofern wäre es zumindest möglich, dass die Dreierkette speziell auf den Auftaktgegner zugeschnitten war. Die Franzosen hätten so gespielt, „wie wir sie erwartet haben“, sagte Ginter, sie hätten sogar „relativ oft Räume gelassen, die wir zu langsam oder nicht zielgerichtet bespielt haben“. Für alles Weitere verwies der Mönchengladbacher, der es gegen Portugal mit Cristiano Ronaldo zu tun bekommen könnte, auf die Richtlinienkompetenz des Bundestrainers: „Letztendlich ist es nicht so, dass wir einen Aufstand machen, wenn uns etwas nicht gefällt.“

          Zum Auftakt des Vormittagstrainings war die Stimmung auf dem Platz gut, nicht anders als an den anderen Tagen. Allerdings muss Löw bis auf Weiteres auf Lukas Klostermann verzichten. Der Leipziger Verteidiger hatte sich am Mittwoch einen Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen, damit dürfte er am Samstag ausfallen – und womöglich darüber hinaus.

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