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Aufstellung bei Fußball-EM : Wie spielt Deutschland gegen Ungarn?

Alles wie gehabt? So könnte die deutsche Startelf gegen Ungarn aussehen. Bild: F.A.Z.

Die deutschen Grundregel lautet: Wenn’s Müller gut geht, dann geht’s auch der Nationalelf gut. Doch nun schmerzt das Knie – und das sorgt taktisch für einige Kopfschmerzen vor dem Ungarn-Spiel.

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          Alles Müller, oder was? Nicht zuletzt an dieser Frage hängt in der deutschen Nationalmannschaft immer wieder der Erfolg. Das gilt für diese Europameisterschaft genauso wie für die fünf vorangegangenen Turniere. Und die Grundregel lautet: Wenn’s Müller gut geht, dann geht’s auch der Nationalelf gut. Bei diesem Turnier geht es dem Rückkehrer schon viel besser als bei der WM 2018 und auch bei der EM 2016.

          Fußball-EM
          Michael Horeni
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Doch nun schmerzt das Knie – und das sorgt taktisch für einige Kopfschmerzen. Ohne Müller wäre ein zentraler Teil des deutschen Offensivspiels, das gegen Portugal endlich in Schwung kam, schon wieder aus dem Spiel. Eine Möglichkeit wäre dann, es mit Leroy Sané zu versuchen, der mit seinem Tempo und seiner Dribbelstärke allerdings ganz andere Qualitäten mit in die Partie gegen Ungarn am Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-EM, im ZDF und bei MagentaTV) bringen würde. Der Münchner ist zwar auch ein Vorbereiter, aber auf eine ganz andere Art und Weise.

          Aber was noch schwieriger zu verkraften wäre: Ohne Müller fehlte auch der Chef-Organisator des Pressingspiels mit seinen Kommandos. In dieser Rolle ist Müller derzeit kaum zu ersetzen. Aber man weiß nicht mal, was eine Sturmformation mit Serge Gnabry, Kai Havertz und Sané gegen widerstandsstarke Ungarn überhaupt zu leisten imstande wäre. Dieses Trio hat miteinander so gut wie keine Erfahrung. In gewisser Weise finge ohne Müller, was das deutsche Angriffsspiel betrifft, die Europameisterschaft für die Nationalelf noch mal von vorne an.

          Goretzka in der Startelf?

          Die nächste Frage – die aktuell ein Ausfall von Müller auslöste, sich aber im womöglich weiteren Turnierverlauf ohnehin noch stellt – lautet: Wie kann Leon Goretzka nach seiner überwundenen Verletzungspause der deutschen Nationalmannschaft am meisten nutzen? Eine Möglichkeit gegen Ungarn wäre, dass er Müller ersetzt – und mit seiner Wucht und Torgefahr dort weitermacht, wo er bei seiner Einwechslung gegen Portugal angefangen hat.

          Goretzka bringt aber auch körperlich so viel mit, dass seine Kraft, auch im defensiven und zentralen Mittelfeld, der deutschen Mannschaft noch sehr guttun kann. Man könnte sich den Münchner Antreiber auch schon gegen Ungarn auf der Position von Ilkay Gündogan vorstellen, der im DFB-Trikot nur selten an seine starken Rolle anknüpfen konnte, die er nicht nur in dieser Saison unter Pep Guardiola bei Manchester City spielt. Goretzka könnte damit auch in Zukunft Toni Kroos deutlich präsenter den Rücken freihalten. Ein solcher personeller Wechsel würde auch das deutsche System, das sich gerade erst findet, nicht durcheinanderbringen.

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