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Spektakel gegen Russland : Furioses Dänemark erreicht EM-Achtelfinale

  • -Aktualisiert am

Brachte Dänemark mit einem Distanzschuss in die Spur: Mikkel Damsgaard Bild: Reuters

Schon wenige Augenblicke vor Schlusspfiff liegen sich im Stadion fast alle in den Armen: Nach dem dramatischen EM-Auftakt um Eriksen gelingt Dänemark am letzten Gruppenspieltag eine ganz große Leistung.

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          Nach dem Schock um ihren Freund und Kollegen Christian Eriksen zum Auftakt der Fußball-EM feierte die dänische Fußball-Nationalmannschaft am Montag zum Ende der Gruppenspiele ein berauschendes Happy End.

          Ihr Kamerad ist nach seinem Herzstillstand im Parken-Stadion inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen worden, und die Mannschaft hat sich nach zwei Niederlagen gegen Finnland (0:1) und Belgien (1:2) durch einen 4:1-Triumph über Russland nach den Treffern von Damsgaard (38. Minute), Poulsen (59.), Christensen (79.) und Maelen (82.) bei einem Gegentor per Elfmeter durch Dzyuba (70.) als Gruppenzweiter ins EM-Achtelfinale katapultiert. Ein denkwürdiger Abend in einer der stimmungsvollsten Arenen bei diesem paneuropäischen Turnier.

          Fußball-EM

          Zäh und beschwerlich ließ sich das Spiel für die Dänen an. Die Russen hielten die von 25.000 Zuschauern frenetisch angefeuerten Skandinavier bei jeder Gelegenheit auf. Sie machten sich die spürbare Nervosität der Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand zunutze und besaßen sogar die Gelegenheit, das 1:0 zu erzielen. Dafür jedoch war Golowins Schuss zu unplaziert (21.).

          Große Spannung in der zweiten Hälfte

          Als alles auf ein 0:0 zur Pause zu deuten schien, fasste sich der 20 Jahre alte Mikkel Damsgaard ein Herz und lupfte den Ball aus 18 Metern feinfühlig über Torwart Safonow hinweg zum 1:0 für die Dänen. Danach legte das Team, dem bei diesem Turnier weltweit die Herzen zugeflogen sind, seine Hemmungen ab.

          Dass dann auch die Russen tatkräftige Hilfe leisteten, damit hatten selbst notorisch optimistische Dänen nicht gerechnet. Zobnin aber spielte einen Rückpass Yussuf Poulsen, seit Jahren auch eine Stütze von RB Leipzig, direkt auf den Fuß, so dass der dänische Mittelstürmer den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste.

          Dänemark führte 2:0 und hatte alles dafür getan, nach dem Schock im ersten Spiel doch noch die K.o.-Runde dieser EM zu erreichen. Dann aber kam es dicke für die Mannschaft. In Sankt Petersburg wurde ein Treffer des Gruppenersten Belgien gegen Finnland nicht anerkannt, und in Kopenhagen bekam Russland einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, als Sobolew eher den Kontakt zu Vestergaard suchte als gefoult worden zu sein.

          Es gab trotzdem Strafstoß für Russland, den Dzyuba zum 1:2 nutzte (70.). Und dann stand es doch 1:0 und später 2:0 für Belgien. Dänemark war auf Rang zwei vorgerückt. Das wurde durch die wuchtigen Treffer von Christensen und Maelen schließlich eindrucksvoll besiegelt. Dann lagen sich die Spieler in den Armen, und die Fans auf den Rängen jubelten frenetisch.

          Fußball-EM

          „Wir haben eine großartige Mannschaft. Wir haben Rückschläge erlebt, aber immer an uns geglaubt, jetzt sind wir weiter“, meinte etwas später der glückliche Christensen. Und weiter: „Die Unterstützung war unglaublich, ich kann es gar nicht in Worte fassen.“ Auch sein Kollege Damsgaard fand es „absolut phantastisch zu hören, wie die Leute hier durchdrehen“. Und Poulsen frohlockte: „Phantastische Stimmung, phantastisches Spiel. Als Fußballer, vor allem nicht aus Dänemark, passiert es einem nicht oft, solch einen Sieg in einem großen Turnier zu feiern.“

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