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Fußball-EM 2020 : Türkei bewirbt sich offiziell um Final-Paket

  • Aktualisiert am

Istanbul bewirbt sich mit dem Atatürk-Stadion um die Finalspiele 2020 Bild: picture-alliance/ dpa

Die deutschen Fußball-Fans müssen für das EM-Finale 2020 wahrscheinlich ins Ausland reisen. Durch die Bewerbung der Türkei haben sich die Chancen von München auf das Endspiel verringert.

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          Die Chancen auf ein Endspiel der Fußball-EM 2020 in München sind deutlich gesunken. Die Türkei hat sich nun auch offiziell um die Finalspiele bei der Europameisterschaft in sieben Jahren beworben und geht als klarer Favorit für die beiden Halbfinals und das Endspiel ins Rennen. Der Türkische Fußball-Verband teilte auf seiner Homepage mit, dass er das Atatürk-Olympiastadion in Istanbul als Austragungsort angegeben hat. Verbandspräsident Yildirim Demirören unterzeichnete das Bewerbungsformular demnach bereits am Dienstagabend in Bukarest am Rande des WM-Qualifikationsspiels zwischen Rumänien und der Türkei.

          Die erste paneuropäische EM soll 2020 in 13 verschiedenen Ländern stattfinden. Die Uefa wird die Spielorte im September 2014 bekanntgeben. In der kommenden Woche will die Europäische Fußball-Union nach ihrer Exekutivsitzung in Dubrovnik die Kandidatenstädte veröffentlichen.

          Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich mit München, das sich national gegen Berlin durchgesetzt hatte, wie angekündigt sowohl um das Paket mit drei Vorrundenspielen und einer Viertelfinalpartie wie auch um die Endspieloption inklusive der beiden Halbfinals beworben. Allerdings hat der DFB stets erklärt, sein Interesse an den Finalspielen zurückzuziehen, sollte die Uefa Istanbul als Endspielort favorisieren. Für den Fall, dass die Türkei nicht zum Zuge kommt, hält Deutschland seine Bewerbung für die beiden Halbfinals und das Finale aber erst einmal aufrecht. Insgeheim liebäugelt der DFB aber mit der alleinigen Gastgeberrolle für 2024.

          Nach dem Scheitern im Rennen um die Olympischen Spiele 2020, die vom IOC an Tokio vergeben wurden, spricht jedoch vieles für die Türkei. Die Ausrichtung von Fußball-EM und Olympia innerhalb weniger Wochen wäre nach Ansicht fast aller Experten unmöglich gewesen. Nun scheint der Weg für den krönenden Abschluss der Paneuropa-EM am Bosporus jedoch geebnet. Lediglich Sicherheitsbedenken der Uefa könnten noch gegen Istanbul als Endspielort sprechen.

          Wer geht noch ins EM-Rennen?

          Wer aus den anderen Ländern Europas Interesse hat, ist zum Teil noch ungewiss. Öffentlich gemacht haben ihre Bemühungen bislang unter anderem die Schweiz mit Basel, Tschechien voraussichtlich mit Prag, die Niederlande mit Amsterdam, England mit London, Ungarn mit Budapest, Belgien mit Brüssel und Bulgarien. Frankreich wird aller Voraussicht nach mit Lyon ins Rennen gehen, rechnet sich aber nur geringe Chancen aus. Schließlich findet 2016 bereits in die EM in Frankreich statt. Spanien bewirbt sich nach Informationen der Sportzeitung „El Mundo Deportivo“ für Bilbao, Valencia, Barcelona und Madrid. Die Bewerbungsfrist endet an diesem Donnerstag um Mitternacht.

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