https://www.faz.net/-gtl-2g88

Fußball : Die Position von Gerhard Mayer-Vorfelder

  • Aktualisiert am

          1 Min.

          Gerhard Mayer-Vorfelder geht auf Konfrontationskurs zur Liga und zur „G14“. Im Streit zwischen EU-Wettbewerbskommission und Fifa/Uefa bezüglich der Transferregelungen hat der geschäftsführende DFB-Präsident eine andere Meinung.

          „Die Forderung der Gewerkschaft, Spielern ein außerordentliches Kündigungsrecht einzuräumen, falls sie nicht zehn oder 15 Prozent der Pflichtspiele bestreiten, halte ich nicht für sonderlich bedeutsam. Das kann der Verein als Arbeitgeber ja nun wirklich steuern. Will er einen Spieler behalten, setzt er ihn ein - und wenn nicht, dann nicht.“

          Wichtiger ist für Mayer-Vorfelder, bis letzten Oktober selber Klub-Chef des VfB Stuttgart, der „Bestandschutz“ bei laufenden Verträgen. Nach seinen Aussagen sind sich Fifa/Uefa, Ligen, „G14“ und EU über folgende Eckpunkte einig:

          - Ausbildungsentschädigung für Spieler, die im Alter zwischen zwölf und 23 den Verein wechseln.

          - Maximal Fünf-Jahres-Verträge mit Spielern. Sind diese zwischen 23 und 28 Jahren alt, dürfen die Verträge frühestens nach drei Jahren gekündigt werden. Zwischen 28 und 31 nach zwei Jahren, über 31 jährlich. Das Kündigungsrecht gilt beidseitig, also auch für den Verein. Bei vorzeitiger Kündigung werden „Transfergelder“ fällig.

          Bayern Münchens Vize-Präsident Karl-Heinz Rummenigge, Sprecher des Zusammenschlusses der europäischen Spitzenklubs „G14“, hatte unlängst gewettert: „Wir haben viele Kröten geschluckt, aber diese Prozentregelung geht zu weit. Ich kann doch nicht ernsthaft einem Trainer zumuten, aus vertragsrechtlichen Gründen einen Spieler aufzubieten, den er aus welchen Gründen auch immer für ungeeignet hält! Es gibt auch eine Kröte zu viel, und diese ist es.“

          Weitere Themen

          Borussias neuer „Heiland“? Video-Seite öffnen

          Haaland vor Heimdebüt : Borussias neuer „Heiland“?

          Der junge Stürmer aus Norwegen wird von vielen BVB-Fans beim öffentlichen Training beobachtet – sein Debüt am Wochenende hat große Hoffnungen geweckt. Ist Erling Haaland der neue „Heiland“ für die Borussia?

          Topmeldungen

          Ausrottung der Dinosaurier : Die Mutter der Katastrophen

          Das Massensterben der Dinosaurier und vieler anderer Arten vor 66 Millionen Jahren war sehr wahrscheinlich nicht hausgemacht. Neue Spuren führen weg von den großen Vulkanen – und hin zu einem einzelnen Ereignis.
          Der russische Oligarch Wjatscheslaw Mosche Kantor

          Auschwitz-Gedenken in Israel : Eine Bühne für Putin

          In Jerusalem erinnert das erste „Welt-Holocaust-Forum“ an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Ohne politische Verwerfungen läuft das nicht ab – ein russischer Oligarch spielt dabei eine pikante Rolle.
          Ein Mitarbeiter versprüht Desinfektionsspray an einem Bahnhof in Wuhan.

          Neuartige Lungenkrankheit : „Wir sind nun in der kritischsten Phase“

          Seit Sonntag ist die Gesamtzahl der mit dem Coronavirus Infizierten in China um das Siebenfache gestiegen, die Behörden melden inzwischen 17 Todesfälle. Die jährliche Reisewelle zum Neujahrsfest wird deshalb zur Herausforderung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.